Unterschiede zwischen SEO und GEO
Warum GEO (Generative Engine Optimierung) kein Ersatz für SEO ist sondern einfach nur die nächste Eskalationsstufe vom selben Spiel.
Key Facts zu diesem Artikel
Kurz-Zusammenfassung
Aktuell verkauft dir jeder zweite LinkedIn-Post, jede Newsplattform im Onlinemarketing und jede Agentur „GEO“, „AIO“, „LLMO“ oder sonst irgendein neues Buzzword als den heiligen Gral und das „neue“ SEO. Direkt auf den Punkt gebracht ist einfach folgendes passiert:
Was damals nice to have war ist heute Pflichtprogramm. Ob du willst oder nicht, du wirst dich bemühen und dem Onlinebereich mehr Aufmerksamkeit widmen müssen. Dabei kannst du dich in undurchsichtigen technischen Anleitungen verlieren, irgendwelchen KI-Magiern dein Geld geben oder aber einfach ein paar Basics befolgen und deine Denkweise ändern.
Was Du hier lernst
- Was SEO ursprünglich war
- Was KI daran verändert hat
- Wo sich SEO und GEO unterscheiden
- Worauf es wirklich ankommt
Wann ist das für dich relevant?
- Du hast verstanden, wie KI deine Kunden beeinflusst
- Du bist bereit, ein wenig mehr zu machen
- Du interessierst dich generell für das Thema
SEO ist nicht tot, es ist immer noch dasselbe.
Anfang 2025 waren die Headlines voll mit „SEO ist tot„, „Das Ende von SEO“ und „GEO ist das neue SEO„. Kleine Unternehmen und Dienstleister sind bis heute verunsichert, ob SEO das Geld noch wert ist.
Der Kern von SEO und das SEO für kleine Websites sind immer noch gleich. KI zwingt dich einfach nur dazu, das Internet etwas ernsthafter zu bespielen.
Was SEO ursprünglich war:
Die Grundlagen des SEOs sind recht überschaubar:
- hilfreiche Inhalte passend zu den Suchintentionen
- eine klare und sinnvolle Seitenarchitektur
- technische Sauberkeit auf und abseits der Seite
- interne Verlinkung und externe Verweise
- Bilder, Videos (vorteilhaft) und etwas Interaktion
- strukturierte Daten (die Sprache der Maschine)
- Pagespeed und eine gute Benutzbarkeit der Seite
Bereits vor dem grossen KI-Hype durch Overviews und Co. war gutes SEO mehr als nur Keywords in Texte einbauen und nichtssagende Ratgeber schreiben.
Es ging darum, deinen Kunden zu geben, was sie suchen, wo sie es suchen und dann, wenn sie es suchen. Ideal war es dann, wenn du es ihnen im präferierten Format gegeben hast.
Gute Grafiken, ansprechende und informative Seiten, ab und an ein Video oder Tonspuren zum Anhören statt zum Lesen.
Was SEO heute ist:
Heute sind die Themen nahezu identisch und der Fahrplan zu gutem SEO auch. Die Hauptunterschiede sind dabei:
- eine neue Form, wie Kunden suchen (KI-Antworten diverser Art)
- ein veränderter Weg vom Erstkontakt zur finalen Anfrage bei dir
- der Ort, an dem Kunden suchen (früher Google-Suche, heute auch Social Media)
Während damals ein gutes Ranking alleine ausgereicht hat, musst du heute omnipräsent sein und mehrere Kontaktpunkte abdecken.
SEO denkt heute in Positionierungschancen, findet Marktlücken, entdeckt Kundenfragen, die keiner auf dem Schirm hat, und kümmert sich dann um die saubere Distribution passender Inhalte dazu.
Eine 0815-Website mit Standardtexten ist (dank KI) schnell erstellt und müllt das Internet zu. Das hat Google veranlasst, das Regelbuch drastisch umzuschreiben und die Kriterien viel strenger anzusetzen.
Parallel werden Kunden immer penibler, wollen mehr Infos und suchen über mehrere Kanäle hinweg ihren favorisierten Anbieter.
Was sich durch KI-Suchen im Netz wirklich verändert hat:
Der Kern von SEO ist immer noch der gleiche. Was sich verändert hat, ist der Anspruch an Anbieter, die online Kunden gewinnen wollen.
Deine Website muss heute etwas mehr bieten als früher:
- besser strukturiert und klarer positioniert
- technisch ausgereift, schnell und ansprechend
- Content muss vielseitiger und deine Marke konsistenter sein
Heute musst du über deine eigene Website hinausdenken und den gesamten Internetkontext betrachten.
Eine Suchmaschine wie Google oder Bing ist technisch extrem komplex, das gebe ich zu. Du hast einen Index (eine Art Bibliothek von Websites) mit Billionen an Einträgen.
Dazu kommt eine sogenannte „semantische Suchabfrage„, was bedeutet, deine Sucheingabe in natürlicher Sprache wird aufgeteilt, in numerische Werte verpackt und dann mit den Nummern im Index gegenübergestellt.
Wie die KI und damit GEO funktioniert:
Hinter der modernen Google-Suche steckt heute neben hunderten von Bewertungsfaktoren ein KI-System. Genauer gesagt sind es sogar zwei in mittlerweile zwei Google-Suchmodi!
- In der Standardsuche mit den KI-Overviews hast du das Gemini 3.5 Flash
- Der KI-Modus (den Google uns immer mehr aufdrückt) hat Gemini 3 Pro
Das hat Auswirkungen auf die Art und Weise, wie Websites gefüllt und technisch angepasst werden müssen.
So funktionieren AI-Overviews
Die AI-Overviews kannst du dir wie eine Google-Suche auf Steroiden vorstellen. Früher wurde eine komplexe Abfrage durchgeführt, um die für deine Kunden besten Ergebnisse als blaue Links (die Suchergebnisse SERPs) zu zeigen.
Heute hast du eine Art KI-Kurator im Hintergrund, der nicht nur den Abgleich macht, sondern auch antizipiert, was deine Kunden noch so wissen wollen (könnten).
Anstatt nur eine Sucheingabe zu beherzigen und zu bedienen, wird diese nun in mehrere Untergruppen gesplittet, die ebenfalls wie eine eigene Suchanfrage bedient werden.
Ablauf am Beispiel einer Suchanfrage „Steuererklärung für Influencer“:
- Google erkennt, dass es um einen Bedarf geht: Influencer will Steuer machen.
- Die KI im Hintergrund zerlegt nun alles in kleine Abfragen und Minisuchen.
- KI schaltet ein und gibt: Infos zum Thema, Hinweise, Hilfestellung und Toolvorschläge.
- Zudem werden weitere Verweise zu Websites, Anbietern und YouTube-Videos gegeben.
- Danach kommen die zur informativen Suche passenden eigentlichen Suchergebnisse.
Klare Absichten, wie „kaufen“ oder lokale Eingrenzungen, haben „noch“ sofortige Links als Ergebnisse und das Google Maps mit Anbietern.
So funktioniert der KI-Modus
Den KI-Modus können Nutzer direkt auswählen oder nach einem AI-Overview unten auf „Im KI-Modus fortfahren“ klicken, was die Overview-Ausgabe übernimmt und einen richtigen Chat mit dem Sprachmodell öffnet.
Ich habe es mal einfach gemacht und den KI-Modus selbst schreiben lassen, was er kann. Das Ergebnis habe ich dir nachfolgend eingefügt:
Meinen „KI-Modus“ steuern Sie ganz einfach über Ihre Fragen. Ich passe meine Antworten automatisch an Ihre Bedürfnisse an.
Hier ist die Funktionsweise kurz zusammengefasst:
- Ich liefere die wichtigste Information sofort im ersten Satz.
- Jede Zeile enthält neue Fakten, Schritte oder Beispiele ohne Füllwörter.
- Ich nutze Fettdruck, Tabellen und kurze Listen für schnelle Lesbarkeit.
- Bei Bedarf nutze ich Programmier-Codes für fehlerfreie Berechnungen oder Live-Suchen für aktuelle Gesetzesänderungen.
- Ich erkläre komplexe Themen in einfacher, verständlicher Sprache.
Sie können den Modus für verschiedene Aufgaben nutzen:
- Lassen Sie mich Ihren steuerlichen Gewinn oder Ihre Umsatzsteuer kalkulieren.
- Ich suche nach aktuellen Urteilen des Bundesfinanzhofs zu Influencer-Steuern.
- Ich entwerfe E-Mails an Brands, um die Pauschalversteuerung nach § 37b EStG einzufordern.
- Ich erstelle Ihnen eine Vorlage für Ihr Einnahmen-Überschuss-Buch.
Genug KI! Was interessant für dich ist, ist der Übertrag auf meine Steuerthematik. Das nennt sich Kontextfenster und ist für die Optimierung von Websites für diese Systeme essentiell.
Für dich also wichtig mitzunehmen:
- KI versteht Themenfelder statt nur Keywords
- KI kombiniert Informationen aus vielen Quellen
- AI-Overviews bevorzugen starke Entitäten
- Generischer (KI)-Content verliert massiv und wird bestraft
Gerne beraten wir dich da und bieten ein kostenloses Audit an!
Exkurs Chatmodelle:
Eine kurze Übersicht zu ChatGPT, Perplexity und Microsoft CoPilot und wie es dich betrifft.
ChatGPT: der B2C-Aggregator
GPT bedeutet generative pre-trained, also generatives vortrainiertes Modell. Ein ChatGPT kann im Internet suchen, tut das aber unregelmässig.
Wenn ein GPT Firmen an Kunden für deren Bedarf empfiehlt, dann aufgrund seiner Trainingsdaten.
In seltenen Fällen oder eben nur, wenn Nutzer explizit darum bitten, sucht das KI-System im Internet.
Ich empfehle dir, einmal in ChatGPT nach deinem Unternehmen zu fragen. Die Antworten könnten dich überraschen und zeigen, wie gut und genau du bereits bekannt bist.
Auch wichtig: Frage mal explizit in einem neuen Chat einfach nur nach den Leistungen, die du anbietest, und lass dir Vorschläge geben. Bist du da nicht dabei, sollten wir sprechen.
Perplexity: der Rechercheprofi
Anders als die Chatsysteme, die man kennt, ist Perplexity ein auf Recherche im Netz spezialisiertes System, das an Google, Bing und weitere Suchmaschinen angeschlossen ist.
Der grosse Vorteil von Perplexity liegt an der Datengenauigkeit. Während KI-Modelle wie ChatGPT und Gemini halluzinieren, also Quatsch zusammenreimen können, ist Perplexity maximal genau.
Ebenfalls bekommst du immer direkte Quellen und die KI animiert deine Kunden, aktiv die Websites und Verweise zu besuchen.
Perplexity wird von Kunden genutzt, um sich mit sehr erklärungsbedürftigen Leistungen und Produkten auseinanderzusetzen.
Copilot: die B2B-Geheimwaffe
In meinem Exkurs „SEO oder Ads“ erkläre ich, dass Bing (gehört zu Microsoft) ein idealer Weg zu mehr Businesskundschaft ist.
Microsofts KI ist in allen Microsoftprodukten enthalten und basiert auf einer älteren ChatGPT-Version. Allerdings wurde hier wieder mehr auf den Bing-Suchindex gesetzt und der ist mit Google vergleichbar.
Der grosse Unterschied liegt in der Nutzergruppe. Während OpenAI- und Gemini-Modelle im Privatbereich stark sind, ist Microsoft (wenn auch aufgezwungen) im B2B-Bereich gesetzt.
Fast jedes Büro nutzt MS-Office und viele Schweizer Unternehmen haben Regeln, dass externe Tools nicht für Unternehmensaufgaben genutzt werden können. Die nächste Suche nach einer Reinigungsfirma für Büroreinigungen könnte also mit Copilot starten.
Die Unterschiede SEO vs. GEO
Jetzt, wo du verstanden hast, wo SEO begann und was GEO verändert hat, lässt sich der entscheidende Unterschied in 2 Sätzen zusammenfassen.
- SEO: optimiert deine Website.
- GEO: optimiert deine gesamte digitale Existenz.
Die nachfolgende Tabelle gibt dir einen kurzen Überblick und dann erkläre ich dir, wie wir das ganze KI-Optimieren bei Schoch & Friends umsetzen und was ich als AIO-Experte noch tun würde.
So machst du deine Website fit für die KI-Suche!
Die gleich kommenden Vorschläge für dich sind möglichst einfach und verständlich gehalten. Du findest in den Klapptexten einfach gehaltene Anleitungen für einen klaren Effekt ohne den komplexen technischen Hintergrund.
Danach gehe ich noch auf ein paar etwas schwerere Felder ein und hinterlasse dir weiterführende Informationen.
Natürlich kannst du jederzeit auf uns zukommen und wir freuen uns, wenn wir deine Website einmal aufpimpen dürfen, sodass sich Kunden und KI in dich verlieben.
Chunking, Listings und inhaltliche Anpassungen
Chunking wird als der Hebel verkauft, damit KI deine Informationen versteht und ausgibt. Tatsächlich aber ist es ein kognitionspsychologisches Konzept, das bereits 1956 weit verbreitet wurde.
Beim Chunking geht es darum, keine langen Texte zu schreiben, sondern in sich geschlossene Absätze. Die idealen Beispiele findest du bereits hier.
Jede Sektion mit Bild, die du gelesen hast, ist ein solcher Abschnitt:
- Eine Einleitung, die sagt, was du erwarten darfst
- Klare Fakten, direkte Aussagen und wenig Konjunktive
- Abschlussworte, die das Thema beenden
Dabei ist jeder Abschnitt bestmöglich kurzgehalten, ohne an informativem Wert zu verlieren.
Viele Unternehmen schreiben, dass ihr Produkt dies und jenes kann, dann so und so ein Service dazugehört und auf dieser und jener Basis basiert.
KI-Systeme (und tatsächlich auch Menschen) wollen allerdings eine Art Sektionierung:
- Was kann das Produkt? / Was macht diese Leistung aus?
- Wie nutzt man das Produkt? / Welchen Mehrwert bringt mir diese Leistung?
- Was unterscheidet das Produkt von anderen? / Was macht dieser Dienstleister besser?
- Was kann ich optional dazubestellen? / Welche Teilleistungen lassen sich ergänzen?
Das wären 4 Sektionen nacheinander, die immer nur den Kern behandeln und klare Aussagen treffen. Dabei sind zwischen 100 und 350 Wörtern ideal.
Pagespeed, strukturierte Daten und interne Links
KI (genau wie Google) mag keine langen Ladezeiten. Für User ist das manchmal einfach ärgerlich und ab 3 Sekunden Ladezeit springen über 70 % der Nutzer schon wieder ab.
KI-Systeme dagegen wollen/müssen deine Website auslesen, haben aber nur sehr begrenzte Kapazitäten dafür. Nach wenigen Sekunden ohne lesbaren Inhalt wird daher eine reine Annahme getroffen oder deine Infos gar nicht erst weiterverarbeitet.
Ist deine Seite etwas langsam im Aufbau, lass das checken und investiere. Es lohnt sich.
Struckturierte Daten sind eine Programmiersprache und die Sprache der Maschinen. Sie war schon immer wichtig, gewann aber durch KI mehr Relevanz als je zuvor.
Diese, in Kurzform geschriebene JSON, ist wichtig, damit deine Marke, zugehörige Personen, Preise, Produkte und Leistungen verstanden, interpretiert, zugeordnet und manchmal auch prominent in der Googlesuche angezeigt werden.
Der letzte Aspekt sind die internen Links. Das ist wie eine Villa, bei der fast jeder Raum in jeden Raum führt, der sinnvoll ist.
Deine ganzen URLs (Seiten) werden untereinander verlinkt, Unterseiten bekommen ebenfalls Links in Oberseiten und das Menü rundet alles ab. Das ist eine SEO-Best-Practice, aber auch für KI wichtig, denn so folgt sie den Pfaden und versteht dein Spektrum.
Externe Signale zu deiner Website
Der heute wesentliche Unterschied zum einfachen SEO von „damals“ sind die externen Signale. Brancheneinträge, Verzeichnisse, Gelbe Seiten, Yelp-Bewertungen, Google-Bewertungen, Social-Media-Beiträge von dir oder über dich.
Dazu kommen noch Vergleiche, Berichte und sonstige Webbeiträge Dritter, von denen du vielleicht nicht mal was weisst.
Das Zauberwort, damit KI dich sauber und richtig versteht, lautet Konsistenz. Aussagen über dein Leistungsspektrum, Öffnungszeiten, Ansprechpartner, Links und und und – das alles muss einheitlich und über alle Bereiche hinweg passen.
Eine Suche deiner Marke gibt schon viel Auskunft und Hinweise. Tiefer graben kannst du wieder mit einer eigenen Recherche über dich in Perplexity, Gemini und ChatGPT.
Wenn du alles beisammen hast, überlege dir eine einheitliche Beschreibung für alles und aktualisiere alle Einträge so gut es geht.
Kundenrezensionen, Referenzarbeiten und Zahlen
„Wir sind die beste SEO-Agentur, die ein Schweizer Dienstleister haben kann.“ Schön, oder? Und jetzt willst du Beweise sehen, richtig? Genau daran scheitern unfassbar viele Unternehmen.
Auch wenn deine Rezensionen auf Google-Profilen und Co. sind, reicht das nicht. Du musst die auf deine Website bringen!
Zeige und erkläre auf Extraseiten:
- was du handwerklich gerissen hast,
- oder wie du die Haut einer Kundin zum strahlen gebracht hast,
- oder wie deine Physiotherapie Joachim wieder zum Fussball rehabilitieren konnte.
KI-Systeme am Endkunden sind extrem personalisiert und lernen den Nutzer kennen. Wenn ich ein Kraftsportler bin und dann mal eine Empfehlung für einen Sportmediziner brauche, wird mein KI-Bot explizit die Vorschläge machen, die Kraftsport im Kontext behandeln.
Diese Kundengeschichten-Thematik ist eigentlich ein super starker Hebel, der viel zu selten genutzt wird!
Das waren die einfacheren und auch durch dich machbaren Hebel. Jetzt schauen wir uns noch an, wofür Kunden uns bezahlen und warum sich dieses Investment lohnt.
AIO vom Profi und warum sich das Investment lohnt
Die nachfolgenden Massnahmen werden grob angerissen und möglichst einfach erklärt. Um das selbst umzusetzen, brauchst du etwas technisches Know-how oder zumindest eine Affinität für Technik.
Die Investitionen in einen Experten lohnen sich, da die Effekte dieser Punkte weit grösser sind und künftig noch mehr für das generelle SEO und deine Sichtbarkeit in KI tun werden.
4 Wege, wie Dienstleister auf KI-Sichtbarkeit optimieren können
In der Tabelle findest du wieder die detaillierten Erklärungen. Es gibt deutlich mehr zu tun, aber die folgenden 4 Punkte sind meiner Meinung nach die interessantesten:
- Semantisches HTML
- llms.txt und die full-llms.txt
- Markdown-Dateien
- MCP-Server
Wie angedeutet wird es technisch, für dein Verständnis, da du scheinbar wirklich interessiert bist, aber sehr wichtig.
Ich persönlich arbeite mich gerade tief in die Materie dieser Serversache ein. In den nächsten Jahren wird es sehr oft auch einen digitalen Zwilling einer Website geben.
Die Seite, so wie du unsere gerade wahrnimmst, wird bestehen bleiben. Inhalt, Interaktion, Aussehen, Farben und der „Spassfaktor“ bleiben wichtig.
Dann gibt es im Hintergrund ein Duplikat der Seite wie eine Ordnerstruktur, nur mit ganz anderen Inhalten. Dort sind fast nur:
- Markdown (einfach lesbares Format),
- Programmiersprachen wie JavaScript und Python
- sowie Schnittstellen zu Services wie deinem Mailordner oder dem Bestellformular.
Das geht noch 2 oder 3 Jahre, bis wir komplett dort angekommen sind, aber dann haben nur noch jene die Nase vorn, die jetzt klug investiert haben!
Zum Abschluss noch ein paar Worte über GEO
SEO bleibt deine Basis. Das war es schon immer und das wird es immer bleiben. Das Einzige, das sich wirklich verändert hat, sind die Kosten und die Agenturqualität.
Schoch & Friends sieht sich als Sparringspartner, der nicht nur an deiner Seite schraubt, sondern auch interessiert an dir und deinem Unternehmen ist.
GEO erweitert das Ganze jetzt:
- auf Plattformen
- auf Entitäten
- auf Bewertungen
- auf digitale Konsistenz
- auf maschinenlesbare Informationen
KI hat das Spiel um Sichtbarkeit und Kunden verändert. Damit müssen wir leben. Für dich ist wichtig, dich zu belesen (so wie hier) und dann kritisch zu hinterfragen.
Was kleine Unternehmen wirklich tun sollten:
Wir haben 3 Kundentypen in diesem Bereich:
- Die Kunden, die sich überhaupt nicht auf das Ganze einlassen
- Die Kunden, die sich viel zu viele Sorgen machen
- Die Kunden, die wissen, dass was getan werden muss, das auch wollen, aber etwas skeptisch sind.
Meine Empfehlung an dich lautet: Setze dir realistische Prioritäten und verzichte auf KI-Panik.
Prio 1: Schaff dir Expertise oder engagiere einen AIO-Berater
Investiere vor dem Start mit Massnahmen in ein wenig Grundverständnis. Lies 1 oder 2 Blogs, buche ein kostenloses Beratungsgespräch oder schau dir ein paar YouTube-Videos an.
Ich empfehle dir:
Alles amerikanisch, aber genau da passiert das ganze Google- und Suchmaschinenzeug als erstes.
Wir haben schon die LLMS.TXT auf der Website verarbeitet, da war das noch graue Theorie. Heute ist das ein vom AI-Search-Konsortium empfohlener Standard.
Prio 2: Bring die Website auf Vordermann
Nutze dein Wissen und die Inhalte einer Keywordrecherche, um dein Unternehmen richtig zu positionieren. Erarbeite Kundenbedürfnisse und denke dich in die Suchmuster deiner Kundschaft rein.
Dann legst du mit den ersten Massnahmen los:
- verbessere die Inhalte deiner wichtigsten Seiten
- setze intern Verlinkungen und führe Nutzer ans Ziel
- baue die bewährten Methoden wie CTA-Sektionen ein
- Achte auf mehr Referenzen und aussagekräftige Bilder
- kontrolliere Farben, Animationen und Webdesign
Wenn das so weit steht, hast du eine grundsolide Ausgangsbasis und kannst sogar mal SEO und Ads gegenüberstellen!
Prio 3: Lokale Sichtbarkeit fokussieren
Ist die Seite inhaltlich flott, so wie wir das empfehlen, kannst du dich lokaler Präsenz widmen:
- Kontrolliere das Googleprofil und verbessere Beschreibung, Leistungen, Links.
- Prüfe Brancheneinträge auf konsistente Beschreibungen, Adressen und Zeiten.
- Ergänze Einträge im Anbieterverzeichnis deiner Gemeinde oder Branchenlisten.
- Wenn gegeben, baust du auf deiner Website für grössere Orte städtebezogene Seiten.
Bemühe dich auch um weitere Referenzen auf diversen Bewertungsportalen und Google-Reviews. Das ist für KI-Systeme (und Suchmaschinen) ein wichtiger Indikator!
Prio 4: Überlege dir weitere sinnvolle Kanäle
Du hast gelernt, dass KI das Spielfeld vergrössert hat und auch Foren, Social Media, YouTube und Newsletter etc. immer wichtiger werden.
Das Schlechteste, das du tun kannst, wäre jetzt wahllos und unbedacht alles mögliche zu bespielen. Du wirst dich wundern, wie viele Kunden da schon ihre Marke verwässert haben.
Mach dir klare Gedanken, was zu deiner Leistung und deinen Kunden passt:
- Newsletter sind sehr persönlich und binden Kunden, sind aber zeitintensiv.
- Social Media lebt nicht mehr von einfachen Bildern, sondern von echten Videos.
- Foren wie Reddit lieben Marken mit Botschaft, aber hassen billiges Marketing.
- WhatsApp-Kanäle sind stark für Communities, aber nur schwer aufrechtzuerhalten.
- LinkedIn ist ein B2B-Kanal, mit viel zu viel Blödsinn und darum ein hartes Feld.
Überlege, was wirklich machbar ist. Was kannst du abgeben und was willst du maximal bezahlen? Was kannst du intern stemmen und woran hättest du vielleicht Spass?
Zusammengefasst lässt sich sagen, dass KI das Spiel erweitert, die Anforderungen höher und den Aufwand vergrössert hat. Parallel bietet sie dir als Kleinunternehmen und Dienstleister ein immenses Potenzial.
Die grossen Anbieter setzen alles daran, dass Kunden KI im Netz annehmen, und Kunden werden zwangsläufig ihr Suchverhalten auf KI abändern.
Deine Aufgabe ist es jetzt, zu reagieren und so sattelfest zu bleiben, wenn die Konkurrenz anfängt zu wackeln.
Key Takeaways
Wenn ich 5 Sachen mitnehmen müsste, dann wären es diese hier:
- SEO ist, eine technisch saubere Website zu bauen, die Kunden inhaltlich das gibt, was sie wollen.
- GEO bedeutet, über die Website hinauszudenken und die Websuche als digitalen Kosmos zu verstehen.
- Die Technik wird immer wichtiger und wer jetzt aktiv wird, spart sich später jede Menge Stress und Geld.
- Jeder, der aktiv online Kunden locken will, sollte sich mit den Basics in SEO und KI-Suche auseinandersetzen.
- Wenn du Agenturen hinterfragst und etwas Ahnung hast, findest du schneller die, bei denen sich dein Investment auszahlt.