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Dienstleister Keywordrecherche einfach erklärt

Wie du herausfindest, wonach deine Kunden wirklich suchen und warum Keywords ansonsten keinen Wert mehr haben.

02.06.2026 von Enrice Brunet
Letzte Aktualisierung: 02.06.2026
Geprüft von Daniel Schoch
Dienstleister
8 Min

Inhalt

Key Facts zu diesem Artikel

Kurz-Zusammenfassung

Als Keyword bezeichnest du einen Begriff, der in die Suchzeile einer Suchmaschine kommt. „Bauführer“ ist beispielsweise ein Keyword. Ein wichtiger Aspekt dabei ist die Suchintention dahinter. „Bauführer“ kann ein Job sein oder die Suche nach einem externen Berater für ein Bauvorhaben.

Keywords haben mit der KI-Welle auf Google und Co. an Bedeutung verloren. Heute nutzt man Keywords nicht mehr nur als inhaltliche Leitlinien für eine Website, sondern nutzt sie für Marktanalysen, Positionierung und Nischenbesetzung. Für KI ist der sogenannte Long-Tail interessant und eine Googlesuche wert.

Was Du hier lernst

  • Keywords und Suchintentionen
  • Marktanalyse, Positionierung und Nischen finden
  • kostenlose Keyword-Tools
  • kostenpflichtige Keyword-Tools

Voraussetzungen

Perfekt wäre es, wenn:

  • du einen Zugang zu deinem Google-Ads-Konto hast
  • du deine Google-Search-Console bedienen kannst

Das ist generell gut, aber kein Muss.

Wie gross ist Aufwand / Nutzen grob?

  • kleine Recherchen je Branche maximal 2 Stunden
  • hochwertige Analyse auf Profinniveau bis zu 12 Stunden
  • je nach Tool und Hintergrundwissen Einsparung von bis zu 3 Stunden möglich

Der grosse Nutzen: Du optimierst nicht blind ins Feld, sondern zielgerichtet zum Kunden.

Kurzes Intro zu Keywords und der Suchintention

Keywords sind Schlüsselwörter (daher der Name), die in Suchmaschinen eingegeben werden. Unterteilt werden 3 Keywordarten:

  • Short-Tail = ein einziger Begriff (Herrenschneider)
  • Mid-Tail = ab zwei Begriffen (Herrenschneider Basel)
  • Long-Tail = drei oder mehr Begriffe (Wo ist der beste Herrenschneider in Basel)

Als Faustregel gilt: Je mehr Begriffe eingegeben werden, desto klarer die Absicht. Je weniger, desto unklarer wird die Absicht.

Die Suchabsicht gibt Aufschluss darüber, was der User vorhat, und bekommt auch 3 Kategorien:

  • Informative Suchen = Der User hat Fragen und braucht Antworten (Was tut ein Herrenschneider)
  • Navigationale Suchen = User haben ein klares Ziel oder grenzen ein (Herrenschneider in Basel)
  • Transaktionale Suchen = User haben klares Umsatzpotenzial (Termin bei Herrenschneider buchen)

Früher war es wichtig, alles abzudecken, heute sieht das anders aus. In den Klapptexten steht, wann was relevant ist.

Prio 1: Transaktionale Suchbegriffe

Der für schweizer Dienstleister wichtigste Fokus liegt bei Keywords auf denen, mit einer Kaufabsicht. Klare Absichten sind beispielsweise Ergänzungen wie:

  • bestellen
  • kaufen
  • Termin buchen
  • Beratung / beraten lassen
  • Kosten / Preise
  • Geschäft“ in Kombination mit einer Leistung
  • lassen„, was ein klarer Indikator für einen Dienstleister ist

Das bedeutet nicht, dass überall ein solches Wort vorkommen muss! Entscheidend ist die Tonalität einer Website.

Lasse Texte nicht belehrend oder neutral wirken. Setze auf Verben, denn das „tun können“ ist, was einer Suchmaschine (und natürlich dem Nutzer) signalisiert: Hier kann ich kaufen, buchen, bestellen und mich beraten lassen.

Prio 2: Navigationale Suchbegriffe

Navigationale Begriffe sind Indikatoren dafür, dass ein Kunde in seiner Nähe, einer Region oder einem Ort nach etwas ganz Bestimmtem sucht. Für lokal fokussiertes SEO ist der navigationalle Aspekt extrem wichtig.

Klassische Ergänzungen in der Suchleiste sind:

  • {Stadtname} oder auch einen Kanton nennen
  • Ergänzungen wie „in der Nähe“ oder {hier Stadtabschnitt einfügen}
  • direkte Markennamen wie „McDonalds Joststrasse“, „Meier Schneiderei Basel“ usw.

Für Dienstleister, die meistens nur einen gewissen Radius um den Standort herum bedienen, sind diese navigationalen Muster wichtig. Deine Website sollte deklarieren, in welchen Regionen die Leistungen erbracht werden.

Bei mehreren Standorten sollten individualisierte Standortseiten genutzt werden. Hast du Ahnung von der Region oder wie Einheimische eine Gegend bezeichnen, dann schreib gegrafische Individualitäten auf deine Website, damit du mehr Kontext schaffst!

Prio 3: Informationelle Suchbegriffe

Informative Keywords waren sehr lange ein beliebtes Ziel von SEO-Agenturen. Diese Beiträge waren Trafficmagneten, haben also Besucher auf deine Website gebracht. Um 2025 war das schon ein für die allermeisten verlorener Posten.

Zum Jahresbeginn 2026 und der finalen KI-Implementation im Netz ist damit auch endgültig Schluss. AI-Overviews und Chatbots fressen diesen Traffic direkt auf. Es gibt Hebel, darauf gehe ich im Beitrag „GEO für Anfänger“ ein.

Wenn dir eine Agentur mit der Idee „Ratgeber“, „Contenthub“ oder „Newsseite“ kommt, lauf weg. Denn zu 90 % (und das weisst du auch) hast du das foglende nicht:

  • einmaligen Daten und Statistiken
  • andere fundierte Zahlen, für die sich die Welt statistisch interessieren wird
  • einmalige Inhalte (Videos, Fotos, Erfahrungsberichte) von deinen Kunden selbst erstellt und bereitgestellt

Wenn du aber über solche Daten verfügst, dann MUSST du bitte informativen Content machen. Die heutige Onlinewelt braucht das und sucht das. Nicht umsonst machen grosse Unternehmen Auswertungen und Statistiken publik, denn da schlummert Sichtbarkeit.

Für dich entscheidend hierfür ist erstmal nur, dass du dich auf transaktionale Begriffe fokussieren solltest.

Achte auch auf navigationale Ergänzungen wie deinen Standort (Stadt oder Städte) und deinen Markennamen, die auf der Website vorhanden sein sollten.

Keywords sind nur noch ein Richtungsgeber und kein essentieller Bestandteil mehr, um in Suchmaschinen die Rankings zu bekommen, die deine Kunden am Ende anklicken.

Infografik zu Suchintentionen: Shorttail, Midtail, Longtail, mit Beispielen für informationale, transaktionale und navigationale Suchanfragen.

Marktanalyse, Positionierung und Nischen finden

Nachdem klar ist, was ein Keyword ist, und die Suchintention verständlich priorisiert werden kann, schauen wir uns an, welchen Wert Keywords in Zeiten der KI im Netz noch haben.

Die Keywordanalyse (wie wir sie machen) zeigt dir:

  • welche Probleme Menschen haben
  • wie stark Märkte umkämpft sind
  • welche Dienstleistungen und Nachfragen wachsen
  • wo noch Chancen liegen und wo das Ganze zu Ende geht

Nachfolgend erkläre ich dir, wie du diese Sachen aus einer Keywordrecherche holen kannst.

Wichtig: Wir schauen uns das anhand der Ansicht einer bestehenden und fertigen Recherche eines unserer Kunden an. Wir haben eine eigene Vorlage dafür. Wenn du uns nett fragst, bekommst du die vielleicht ;).

Danach hast du das Bild im Kopf, um anhand meiner Anleitung deine Keywordrecherche umsetzen zu können.

Beispiel eines grossen Mobilitätskunden

Keyword-Map für Mobilitätswissen 2024/2025: Suchvolumen, Suchintention, Themen, Seitenstruktur und Prioritäten im deutschen Raum.

Beispielanalyse einer Keywordrecherche:

Im Bild siehst du mehrere Spalten, die mit Farben hervorgehoben sind. Die für dich relevanten Spalten sind rot, blau und pink.

Wir gehen je Karte unten einmal durch, worum es geht, was du damit tust und wie du es evaluierst.

Rote Spalte: Keywords

Die Keywords nimmst du aus einem der gleich folgenden Tools. Ich nutze den Keyword-Planer aus einem Google-Ads-Konto, damit ich auch die Suchvolumina sehe.

Prinzipiell kann dir auch ein Chatbot deiner Wahl (ChatGPT, Gemini etc.) helfen.

Wichtig ist, dass du eine erste nüchterne Einschätzung durchführst und bei Unklarheit selbst einmal das Keyword im Web suchst. Das wird noch wichtig.

Danach läuft die Liste erstmal weiter und du ordnest im Anschluss eine Suchintention (blau) zu.

Blaue Spalte: Suchintention

Die Suchintentionen kennst du bereits. Wir haben informativ, navigational und transaktional.

Die eben genannte Kontrolle, ein unklares Keyword zu suchen, hilft dir, die Intention einzuschätzen. Das brauchst du, damit du A) priorisieren kannst und B) weisst, welche Art von Inhalt ein User hinter diesem Begriff auf deiner Website erwartet.

Hast du einen Standort, eine klare Marke oder etwas wie „in der Nähe„, ist der Begriff navigational. Alles, was mit Kaufen, Bestellen, Buchen und Lassen zu tun hat, ist transaktional.

Was übrig bleibt, ist in aller Regel reine Informationsbeschaffung und für dich als Dienstleister zweitrangig.

Pinke Spalten: Thema und Unterthema

Diese Spalten dienen einer Einordnung. Am einfachsten wird dir klar, was hier passiert, wenn du dir dazu die Spalte SOLL-URL im Bild ansiehst.

Das Thema gibt mir den Kerninhalt vor, während das Unterthema mir hilft, alle relevanten Aspekte davon einzufangen, sodass die Seite wirklich umfangreich ist und das Thema vollständig abdeckt.

Ein Massagestudio hat hierbei vielleicht das Thema Oberkörper und als Unterthema diverse Massagearten. Ein Elektriker nutzt als Thema Smart-Home und Unterthemen sind KNX, diverse Anbieter, Installation Neubau und Altbau etc.

Und was ist mit der grünen Spalte?

Gut beobachtet! Die grüne Spalte „Seitentyp“ ist bei mir eine Orientierungshilfe, kann aber auch dir deutlich unter die Arme greifen. Im Bild haben wir nur eine Themenseite.

In deinem Fall sieht das anders aus. Du hast beispielsweise:

  • Startseite
  • Leistungsseite
  • Leistungs-Detailseite
  • Nischenseite
  • Entscheidungshilfe usw.

Deine Themen wären dann vielleicht:

  • Dein Firmenname (oft Brand)
  • Leistung (eine Leistung wie Elektroinstallationen oder Schneidern)
  • Eine Detailleistung (sowas wie Elektronik im Altbau oder Reißverschluss reparieren)

Zugeordnet wird das dann jeweils einer URL, also einer Seite auf deiner Webpage. Das wäre die grau hinterlegte Spalte.

Warum macht man sich den Aufwand?

Je erfahrener man ist, desto seltener macht man sich diese umfangreichen Mühen noch. Wir bei Schoch & Friends sind beispielsweise sehr schnell, weil wir und unsere Friends auf gewisse Branchen und Leistungen spezialisiert sind.

Wir können uns auf dich, deinen Mehrwert und deine Zielgruppe konzentrieren. Dein Leistungsspektrum und das Know-how sind bereits vorhanden.

Bei sehr grossen Seiten allerdings lohnt sich dieses Vorgehen extrem! Man verliert schnell die Übersicht und verzettelt sich irgendwann. Beste Ergebnisse werden mit solchen Orientierungshilfen ermöglicht.

Für dich selbst lohnt sich das aber auch. Buzzwords: Positionierung und Nischen!

Wie hilft mir das, den Markt und meine Kunden zu verstehen?

Mit der Keywordrecherche und einer solchen Map (Keywordmap) kannst du dir einen besseren Überblick verschaffen, was alles im Netz rund um deinen Schwerpunkt gesucht wird.

Als Dienstleister bist du direkt am Kunden. Du erkennst, welche Themen Kunden beschäftigen, kannst so Online-Kontaktpunkte angehen und damit mehr potenzielle Kunden ansprechen.

Ein Schlüsseldienst erkennt schnell, dass Suchanfragen zum Thema „Tür aufbrechen ohne Schäden“ existieren. Bist du in diesem Feld versiert, kannst du es bedienen und aufklären, was machbar ist.

Suchbegriffe definieren Nachfrage und viele dieser Keywords haben oft weniger Konkurrenz, einfach weil sie deine Mitbewerber nicht auf dem Schirm haben.

Wie hilft das meiner Positionierung?

In der Keywordliste aus Googles Keyword-Planer und den nachfolgenden Tools findest du immer wieder versteckte Goldstücke, auf die du so nicht kommen würdest.

Beispielsweise kommt ein Fotograf für Kitas in Basel auf 20 Suchanfragen im Monat. Ein anderer Kunde fand heraus, dass Werkstätten für Lancia-, Jaguar- und Audi-Oldtimer in Zürich sehr gefragt sind.

Dann fanden wir noch bei einem Steuerberater die Kundengruppe Influencer und Blogger. Dort gab es kaum Wettbewerb und er hat sich direkt mal positioniert.

Die Keywordanalyse zeigt dir:

  • wo Landingpages Sinn ergeben (Nachfrage decken),
  • was es für Nischen in deiner Branche gibt
  • und dass eine alte Leidenschaft deinerseits gleich eine ganze Spezialisierung verdient

Eine gute Recherche kann schnell Marktchancen aufdecken, daher solltest du dich damit befassen.

Der schnelle Ablauf also wie folgt:

  1. Suchen von Keywords mit einem oder mehreren Tools deiner Wahl
  2. Schlüsselbegriffe dann kategorisieren oder aussortieren
  3. Die Keywords werden entsprechend der Kategorie einer URL (Seite) zugewiesen.
  4. Daraus ergibt sich eine Website-Struktur – die sogenannte Sitemap
  5. Damit triffst du deine verschiedenen Kunden exakt wie diese es brauchen

Helft mir dabei

SEO-Prozess-Infografik: Keyword-Recherche, Content-Planung, Veröffentlichung, Verlinkung, Zielgruppenanalyse.

Kostenlose und kostenpflichtige Keywordrecherche-Tools

Es gibt eine ganze Reihe von Onlinetools, mit denen du eine ordentliche Keywordrecherche machen kannst. Viele sind anteilig kostenlos, andere brauchen zumindest einen Zugang und wieder andere kosten monatlich eine Gebühr.

Wir starten mit den kostenlosen, dann kommen die kostenpflichtigen und danach noch 3 Tricks vom KI-Experten.

Kostenlose Tools:

Tool & Link Vorteile & Fokus Nachteile & Limitierungen
AnswerThePublic
answerthepublic.com
  • Eines der besten Tools für W-Fragen und visuelle Mindmaps
  • Perfekt, um Suchintentionen und Longtail-Themen zu clustern
  • In der kostenlosen Version auf wenige tägliche Suchen beschränkt
  • Exakte Volumendaten erfordern die Pro-Version
Google Trends (CH)
trends.google.com
  • Zeigt das relative Suchinteresse im Zeitverlauf (speziell für die Schweiz)
  • Ideal für Saisonalitäten und das Abfangen neuer, aufkommender Themen
  • Liefert keine absoluten monatlichen Suchzahlen, sondern relative Trends (0-100)
Keyword-Tools.org
keyword-tools.org
  • Schlankes SEO-Recherchetool für einfache Begriffe
  • Schneller, unkomplizierter Überblick ohne überladene Dashboards
  • Sehr rudimentärer Funktionsumfang; nicht für komplexe Konkurrenzanalysen gedacht
SEORCH Suggest Checker
seorch.de
  • Automatisierter Scraping-Prozess der automatischen Google-Vervollständigung
  • Deckt Themengebiete, Nischen-Varianten und Longtail-Phrasen extrem breit ab
  • Sehr minimalistische UI, liefert reine Keyword-Listen ohne Suchvolumen-Metriken
SearchVolume.io
searchvolume.io
  • Bulk-Check: Erlaubt das gleichzeitige Prüfen von bis zu 800 Keywords
  • Liefert eine bunte Mischung möglicher Begriffe inkl. Suchvolumen-Daten
  • Reines Listenwerkzeug; bietet kein visuelles Clustering oder Keyword-Schwierigkeitsgrade
Google Keyword Planner
ads.google.com
  • Direkte Primärdatenquelle von Google für Suchvolumen, Trends und CPCs
  • Wichtig zur Messung von Kaufabsichten (Wettbewerb bei Ads)
  • Ohne aktiv geschaltete Werbekampagnen werden Suchvolumina nur stark gerundet ausgegeben

Kostenpflichtige Tools:

Tool & Link Vorteile & Fokus Nachteile & Limitierungen
Ahrefs
ahrefs.com
  • Extrem mächtige Backlink-Datenbank weltweit
  • Hervorragend geeignet, um organische Rankings und Strategien der Konkurrenz zu analysieren
  • Sehr präzise Keyword-Schwierigkeits-Metrik (KD)
  • Sehr hohe Einstiegspreise; keine günstigen Tarife für Gelegenheitsnutzer
  • Datenbasis bei sehr nischigen, lokalen DACH-Begriffen manchmal unvollständig
SEMrush
semrush.com
  • Exzellente All-in-One-Suite (SEO, SEA, Content-Audits und Social Media)
  • Umfangreiche historische Daten und detaillierte Paid-Search-Analysen der Mitbewerber
  • Benutzeroberfläche durch den massiven Funktionsumfang anfangs oft unübersichtlich
  • Kostspielig bei der Skalierung (Zusatznutzer kosten extra)
Sistrix
sistrix.de
  • Der unangefochtene Goldstandard für Sichtbarkeitsdaten im DACH-Raum
  • Hervorragende, verlässliche Datenqualität für deutsche/schweizerische Domains
  • Ideal für professionelle Reportings und Konkurrenzvergleiche
  • Modulares Preissystem wird bei der Buchung mehrerer Module schnell teuer
  • Fokus liegt stark auf Domain-Performance, weniger auf internationaler Nischenrecherche
LowFruits
lowfruits.io
  • Genial für kleinere Webseiten und das Aufspüren von ungenutzten Nischen
  • Sucht gezielt nach schwachen Domains (Foren, Blogs) auf Seite 1 von Google
  • Faires, flexibles Credit-System statt teurem monatlichen Abo möglich
  • Keine vollwertige SEO-Suite (kein Backlink-Crawler, kein technisches Website-Audit)
  • Fokus liegt fast ausschließlich auf der Longtail-Analyse

Geheimtipps vom KI-Experten für die Keywordrecherche

KIs wie ChatGPT, Gemini und Perplexity sind genial für die Keywordrecherche. Ich nutze sie gerne für den sogenannten Query-FanOut. Das ist was, das im „GEO für Anfänger“ Beitrag nochmal im Detail erörtert wird.

Um wirklich brauchbare, tiefgründige „Goldnugget“-Keywords zu finden, musst du die KI allerdings in die Rolle deiner Zielgruppe, eines Marktanalysten oder eines Psychologen versetzen.

Standardfragen wie „Gib mir Keywords für Kaffeemaschinen“ werden nur 0815-Nonsense rausgeben.

4 Ansätze, wie du morgen mit KI deine Keywordrecherche machst

Du bekommst in den Klapptexten vier exklusive Experten-Ansätze und die passenden Premium-Prompts, die du direkt kopieren kannst.

Wichtig vorab:

  • erkläre deinem Chatbot, was du vorhast und warum du es vorhast
  • mache klar, was du tust, was du anbietest, wer du bist und an wen du dich wendest
  • bitte deinen GPT etc. dir aktiv Rückfragen zu stellen, wenn etwas nicht interpretiert werden kann
  • erkläre, in welchem Muster oder Format du die Ausgabe willst – ich empfehle dir „tabellarisch“

So stellst du sicher, dass der jeweilige Ansatz nicht nur funktioniert, sondern auch wirklich guten Output gibt.

Nachfolgend bitte die [Platzhalter] mit deinen zutreffenden Dingen füllen.

1. Der „Empathie- und Frustrations-Ansatz“

Experten-Prompt:

„Agiere als erfahrener Verkaufspsychologe.

Mein Produkt/meine Dienstleistung ist: [dein Produkt, z. B. Steuerberatung]. Meine Zielgruppe ist: [Zielgruppe, z. B. kleine Handwerksbetriebe].

Erstelle eine Tabelle mit den 15 größten Frustrationen, Ängsten, heimlichen Wünschen und Vorurteilen dieser Zielgruppe.

Leite daraus in einer separaten Spalte exakte Suchphrasen (Longtail-Keywords) ab, die diese Zielgruppe bei Google eintippen würde, wenn sie nach einer Lösung sucht.

Verwende eine natürliche, klare Umgangssprache.

2. Der „Search Intent Clustered“-Ansatz

Experten-Prompt:

Ich benötige eine Keyword-Recherche für das Thema [hier dein Gewerk, bspw. Coiffeur].

Generiere eine umfassende Liste von Keywords und strukturiere sie in einer Tabelle mit folgenden Spalten: Keyword – Suchintention – Thema (Beispiel Herren) – Unterthema (Bart) – URL – Seitentyp

Suchintentionen sind (Informationell, Kommerziell oder Transaktional). DIe URL Spalte kannst du anhand meiner Internetadresse vervollständigen: [hier deine Webadresse].

Den Seitentyp darfst du passend zum Suchbegriff und dem Cluster ergänzen (z. B. Landingpage für Leistung, Produktseite, Vergleichstabelle, usw.)
Finde hierbei gezielt Nischenbegriffe abseits der offensichtlichen Mainstream-Begriffe.

3. Der „Perplexity Echtzeit- und Foren-Scribbler“

Perplexity AI ist mein Geheimtipp für dich: Da Perplexity im Gegensatz zu anderen KIs das Live-Internet, Reddit, Quora und Fachforen in Sekundenschnelle durchforstet, eignet es sich perfekt, um echte Community-Sprache zu analysieren.

Experten-Prompt für Perplexity:

Durchsuche Reddit, Quora und relevante deutschsprachige Foren in der Schweiz nach Diskussionen zum Thema [dein Thema, z. B. gute Elektriker finden].

Welche konkreten Fragen stellen die Nutzer dort immer wieder? Welche spezifischen Begriffe und Fachwörter nutzen sie, um ihre Probleme zu beschreiben?

Liste mir die 20 häufigsten Fragestellungen und Phrasen als Keyword-Ideen auf und verlinke die wichtigsten Quellen. Die Ausgabe darf gerne tabellarisch stattfinden.

4. Der „Semantische Lücken-Ansatz“ (TF-IDF Simulation)

Dein Expertenprompt:

Ich bin [dein Handwerk/deine Leistung] und möchte meine Positionierung im Internet für Googles KI und sonstige Chatmodelle schärfen. Zu meinen Kernleistungen gehört [hier deine Leistungen auflisten] und ich richte mich an folgende Kundengruppe: [Kundengruppe nennen bspw. Hausfrauen]

Welche Themen, Fachbegriffe, Komponenten und semantischen Neben-Keywords müssen zwingend auf meinen Landingpages vorkommen und was sind unentdeckte Potenziale, die ich garantiert übersehen würde?

Sortiere sie nach thematischer Relevanz und erstelle mir eine Übersicht mit Keywordvorschlägen, Textpassagen und potenziellen verlinkungen, zu den anderen Themen.

Nutze die KIs als Unterstützung. Sobald du die ganzen Keywords von Short- bis Longtail hast, kopierst du diese Liste und jagst sie durch ein kostenloses Tool wie SearchVolume.io (aus deiner obigen Tabelle), um das tatsächliche monatliche Suchvolumen zu prüfen.

So verbindest du generative KI-Ausgaben mit knallharten SEO-Daten!

Flussdiagramm zur Datenverwaltung: Von Benutzereingaben über Analyse bis hin zur Visualisierung, mit Fokus auf Effizienz und Nutzerinteraktion.

Abschlusstipps für deine nächsten Schritte

Es gibt viele Dinge, die viele Agenturen komplett ignorieren, obwohl diese Themen eigentlich klar sind. Bevor du dich nun an die Arbeit machst, gebe ich dir noch ein wenig Input für bessere Ergebnisse.

Es geht nicht mehr nur darum, ein paar Keywords in Texte einzubauen

Du weisst nun, wie wichtig die Suchintention ist und wo klassische Keywords mit viel Suchvolumen wegen KI-Übersichten verloren gehen.

Du hast verstanden, dass Long-Tail sehr wichtig ist und dein Fokus als Dienstleister auf den Begriffen liegen muss, die klare Kaufabsichten vermuten lassen.

In den Klapptexten findest du nochmal 5 Punkte, auf die du achten kannst, um das meiste aus deiner Keywordrecherche zu holen!

1) Achte auf Probleme statt nur auf Begriffe

Menschen suchen selten einfach nur nach „Maler“. Menschen suchen entweder standortbezogen oder direkt nach einer Lösung oder einem Service.

Beispiele wären:

  • Nikotinwohnung streichen lassen
  • Schimmel im Bad entfernen Profi
  • Wer reinigt eine Fassade
  • Malergeschäft Basel für Privatkunden

Kontrolliere deine alten Anfragen, Nachrichtenverläufe und Kundenrezensionen. Du findest dort ohne Ende Inhalt, den du weiter nutzen kannst.

2) Analysiere AI-Overviews und ChatGPT

Ich habe für das AIO unserer Kunden (für KI-Optimieren) ein einfaches Vorgehen.

Fragen in die KI-Systeme eingeben:

  • „Wer sind gute Anbieter für XY in meiner Nähe?“
  • „Welche Lösungen gibt es für XY?“
  • „Was kostet XY in Basel?“

Dann schaust du:

  • welche Firmen auftauchen
  • welche Themen erwähnt werden
  • welche Inhalte deiner Meinung nach fehlen
  • ob die Angaben anhand deines Wissens so vertretbar sind

Du siehst schnell, wo du nachholen kannst, was Unsinn ist und wo du dich platzieren könntest.

3) Longtail einbauen, denn das lohnt sich

Longtail gewinnt immer stärker! Generische Begriffe werden teurer, umkämpfter und ineffizienter. Overviews ziehen das meiste einfach ab und lassen dir nichts übrig.

Spezifische Suchanfragen hingegen bringen dir:

  • bessere Leads
  • höhere Abschlussraten
  • weniger Konkurrenz
  • und sind für KI-Systeme gefundenes Fressen

Wir sind deine Maler für Schönheitsreparaturen bei Umzügen mit Abnahmegarantie“ ist eine absolut gerechtfertigte Headline und bringt alles auf den Punkt.

4) Google Search Console und Google Ads nutzen

Falls du die Google Search Console nutzt und deine Website verbunden ist, hast du eine echte Goldgrube.

  • Gehe in den Bericht „Suchbegriffe“ und schau dir alles über die letzten 12 Monate an.
  • Impressionen kannst du dann durch 12 teilen und hast das monatliche Suchvolumen.
  • Das Ranking zeigt dir, wie gut du dafür abschneidest.

Du ziehst dir dort Unmengen von Keywords raus, in der Sprache deiner Kunden und mit deiner aktuellen Performance.

Schaltest du Google-Ads, ist der Suchbegriffe-Bericht ideal und direkt in der Übersicht ungefähr in der Mitte der Seite. Dort findest du:

  • Alle Sucheingaben, auf die deine Ads anhand deiner Ausrichtung angesprungen sind,
  • viele versteckte Longtails, Fragen und Probleme von Kunden,
  • und Bezeichnungen für dich, die du nicht mal kanntest, aber Kunden nutzen.

Der Bericht zeigt zudem, wie teuer diese Anfrage ist, was dir eine ungefähre Wettbewerbsdichte offenbart.

5) Wenn du was findest, positioniere dich wie ein Spezialist

Google liebt klare Spezialisierungen. „Treuhänder“ ist Durchschnitt. „Treuhänder für Ärzte und Praxen“ ist echte Positionierung. Und keine Sorge, wenn du sagst, dass du aber mehr als nur Ärzte und Praxen betreust.

Du hast den Luxus, dass du deine Website beliebig ergänzen kannst:

  • Baue eigene Landingpages für jeden Kunden – so wie unsere Branchenseiten.
  • Dort setzt du dann aktiv die Keywords ein, die zu dieser Gruppe gehören.
  • Übernehme Fragen, gib spezifische Antworten und verhelfe Kunden so zur Anfrage.

Du kannst dabei nur gewinnen und stärkst langfristig auch deine Onlinepräsenz. Zudem kannst du deine Google-Ads (wenn du sie spielst) dorthin senden und explizite Zielgruppen noch besser bedienen.

Ob Ads oder SEO, erfährst du übrigens in einem eigenen Beitrag dafür.

Strategie zur SEO-Optimierung: Problemidentifikation, KI-Einblicke, gezielte Longtail-Nutzung, datenbasierte Positionierung, klare Landingpages.

Key Takeaways

Keyword-Recherche ist heute eine digitale Marktanalyse. Es geht darum:

  • die Nachfrage zu verstehen
  • neue Nischen zu erkennen
  • deine Kundenprobleme zu analysieren
  • und eine bessere Positionierung aufzubauen

Genau dann entstehen bessere Rankings, bessere Anfragen und mehr Kundenkontakt. Einfache Tools und stupide generische Begriffe nützen dir nichts mehr, du musst ins Detail gehen.

Mann in Anzug mit rosa Hemd, freundlich lächelnd, vor transparentem Hintergrund. Professionelles Porträt für Business und Corporate-Profile.

Autor

Enrice Brunet

Enricé ist einer der Friends bei Schoch & Friends und kennt Daniel (Gründer) seit 2022 aus seiner Zeit als Angestellter bei einer anderen Agentur, in welcher Daniel geschäftsführend war. Enricé ist KI-Manager, bringt alles mit, was modernes Projektmanagement benötigt, und bietet anspruchsvolles Online-Marketing.