Google Ads (und Bing Ads) oder SEO?
Wann tust du was und was rentiert sich mehr? Die Antwort gibt’s unverblümt ehrlich!
Key Facts zu diesem Artikel
Kurz-Zusammenfassung
SEO oder SEA (Search Engine Advertisement), zu Deutsch Suchmaschinenwerbung? Oder beides? Nicht nur deine finanziellen Möglichkeiten entscheiden über deine Prioritäten. Auch deine Leistung, deine Kundengruppen und deine bisherige SEO-Performance entscheiden.
Ein klares Entweder/Oder gibt es nicht und beides parallel laufen zu lassen, ist nicht immer die beste Lösung. Ich erkläre dir unverschämt offen, was du wann und wie zu tun hast.
Was Du hier lernst
- SEA einfach erklärt
- Unterscheide Google und Bing
- Wann Ads sinnvoll sind
- Wann du SEO priorisieren musst
- Warum du „wahrscheinlich“ Geld verbrennst
Wann ist das für dich relevant?
- Du bist Dienstleister im B2B- oder B2C-Bereich.
- Du willst schneller mehr Kundenkontakt und Aufträge.
- Du willst etwas zum Besseren verändern.
Was ist der Unterschied zwischen Ads und SEO?
Falls dir das Thema noch fremd ist, hier ein kurzer Exkurs. Machst du Google Ads, spielst du bezahlte Werbeanzeigen aus. Das kann klassisch per „Search“ sein, also eine Suchanzeige, wie man das kennt, aber auch YouTube, G-Mail und Werbebanner auf monetarisierten Websites.
Ads funktioniert ganz grob beschrieben wie folgt:
- Du kaufst gegen ein Entgelt Klicks und Sichtbarkeit ein (CPC und CPM).
- Ab dem Moment, in dem du Anzeigen veröffentlichst, sind diese auch für Kunden sichtbar.
- Ist das Setup rundum gut, bist du ganz vorne mit dabei.
SEO funktioniert etwas anders:
- Du investierst langfristig in eine Website, die alle Kundenbedürfnisse abdeckt.
- Irgendwann bist du so gut, dass du für entscheidende Begriffe auftauchst.
- Für Klicks und Sichtbarkeit bezahlst du aber keine Gebühren an Google oder andere Anbieter.
Wann sind Google Ads, Bing Ads und andere Werbeanzeigen für Dienstleister sinnvoll?
In erster Linie ergeben Ads jeglicher Art Sinn, wenn du schnell den ersten Kundenkontakt brauchst. Sei es nun die Sichtbarkeit oder das Ziel, sofort brauchbare Anfragen zu erhalten, Ads sind da ein schnelles Mittel.
Wichtig ist, dass du die finanziellen Mittel hast, denn nicht jeder Klick wird auch ein Auftrag und nicht jedes Werbebanner sorgt sofort für Besucher. SEO ist nachhaltig, aber kein Expressversand für Aufträge.
Ads wirken, wenn sie gut gemacht wurden, sofort. SEO griff bisher nur in 2 von 5 Fällen sofort und wenn, dann waren das Seiten, die es auch bitter nötig hatten. Sonst dauert es je nachdem gerne mal 3 bis 4 Monate, bis spürbare Erfolge eintreten.
Google Ads, Bing Ads und was du beachten musst
Ich erkläre dir Google Ads und was da passiert. Bing funktioniert prinzipiell genau gleich, hat aber einen relevanten Unterschied, den du in den Klapptexten präzisiert bekommst.
Google nutzt sein Werbenetzwerk für alles, auf das Google Einfluss hat. Gmail, Suchergebnisse auf Google, YouTube und Websites, die sich monetarisieren lassen – meist Publisher, Nachrichtenseiten und Foren.
Einfach nur Anzeigen ausstrahlen reicht aber nicht. Google hat ein Bewertungssystem, das vereinfacht gesagt deine Anzeigeninhalte, deine Website und Userverhalten in den Bieterwettstreit mit anderen Unternehmen schickt.
Nicht der reichste, sondern der brauchbarste Anbieter gewinnt dort die Hoheit.
Das generelle Bewertungssystem von Werbeanzeigen
Die Verfahren, wie du bewertet wirst, sind fast immer gleich, egal welchen Marktplatz (Google, Bing, etc.) du nutzt. Folgende Kriterien laufen in deine Bewertung ein:
- Anzeigeninhalte wie Bilder, Creatives, Videos und Sitelinks.
- Ansprechende Titel und Beschreibungen – das ergibt eine gute CTR (Klickrate).
- Erreichbare URLs, also das Ziel, das erscheint, wenn die Anzeige geklickt wird.
- Wie gut ist diese URL, also Optik, Inhalt, Brauchbarkeit für die Kundenintention?
Wie viel Geld du hast, spielt auch eine Rolle. Google und Co. arbeiten mit Tagesbudgets. Ein guter Schnitt sind je Branche zwischen 20 und 40 CHF. Abhängig ist das vom Klickpreis (CPC) je Suchbegriff.
- Transaktionsbegriffe mit „kaufen“, „beratung“ oder „shop“ sind eher teuer
- Navigationale Markensuchen sind (zumindest bei deiner eigenen) sehr günstig
- Begriffe, die eine Absicht und ein Problem vermuten lassen, sind im Mittelfeld.
Am Ende laufen deine Möglichkeiten durch das Budget sowie das Feedback durch das Userverhalten in deine Bewertung ein und entscheiden, wie günstig oder teuer deine Ads werden.
Google-Ads: die eierlegende Wollmilchsau
Google monetarisiert das Internet. Brauchst du Kunden, schaltest du hier Werbung. Das „nahezu“ Monopol hat damit aber natürlich viele Freiheiten. So werden die Klickpreise seit Jahren immer und immer teurer.
Eine gute Agentur, ein Profi-Freelancer oder jemand, der Ahnung hat, im eigenen Betrieb relativiert diese Kosten durch wirklich gute Arbeit. Unterm Strich kommst du immer noch billiger raus.
Googlewerbung eignet sich für die folgenden Szenarien:
- Du willst schnell viel Sichtbarkeit für deine Marke und dein Produkt erzeugen.
- Du möchtest deine Rankings ausgleichen und schnelle Kundenaufträge.
- Du hast primär Privatkunden und willst deine Leistungen dort verkaufen.
- Du möchtest einen lokalen Standort promoten und Ladenbesucher.
Bing Ads: das B2B-Geheimnis
Ich habe mich vor knapp 3 Jahren schon mit Bing-Ads befasst und sie in mein Portfolio aufgenommen. Meine Gedanken dazu sind verständlich: Bing gehört zu Microsoft und genau wie bei Google bedient Microsoft alles in seinem Kosmos.
Während die User, anhand meiner Websitedaten der Kunden, die ich betreue, im Privatbereich fast nur Google nutzen, sah das bei B2B-Leistungen anders aus. Dort war „logischerweise“ sehr viel Microsoft und damit auch ein herrlicher Eintrittspunkt für B2B-Werbung.
Das Prinzip ist genau gleich, aber Bing hat für dich klare Vorteile, wenn:
- du klare Leistungen hast, die sich an Unternehmenskunden richten
- du primär Management, C-Level und Büroangestellte als Kunden siehst
- du in Branchen wie Steuerberatung, B2B-Software, IT-Dienstleistung etc. tätig bist
- du im Privatbereich eine ganz gewisse Kundengruppe ansprechen willst
Bing ist ein Sonderfall. Wenn du dazu mal in den Austausch willst, schreib uns an:
Ob Google oder Bing. Deine Anzeigen werden nur lukrativ und bringen dein Investment höher zurück, wenn deine Website, also das Ziel, auch wirklich überzeugt.
Wieso, weshalb, warum, das sehen wir uns jetzt an!
Warum du trotz Ads keine grossen Sprünge machst
Viele unserer Kunden kommen zu uns, weil sie Anzeigen schalten, diese aber nicht performen. Wenn es dir so ähnlich geht, dann liegt die Ursache oftmals weniger an deinen Ads, sondern viel mehr an deiner Website.
Die meisten Dienstleister haben eine Website und sich dann einen Spezialisten für Ads geholt. Das Problem und auch ein Grund für das Schoch & Friends-Konzept: Dein Adsler kann Ads, er hat aber weniger Ahnung von dem Userverhalten auf deiner Website, dem SEO-Aspekt und guter UX.
Wenn deine Website nicht überzeugt, bringt dir der beste Adsler der Welt nichts.
Wie SEO und Webdesign deine Ads unterstützen und Kosten senken
Der Fakt, dass Google, Bing und andere Werbeplattformen aktiv deine Websiteinhalte prüfen und nachvollziehen, wie Menschen mit diesen interagieren, wird viel zu oft viel zu wenig beachtet!
Diese Plattformen leben von der Kundenzufriedenheit mit den Anzeigen. Sind diese nicht gut, werden Kunden die Anzeigen nicht mehr annehmen und das wird Google und Co. Milliarden kosten.
Dieser Grundgedanke ist auch der Kern des SEOs – trotz KI und weiterer Webinnovationen.
Wie das Userverhalten deine Ads beeinflussen kann
Wir vereinfachen das Thema mit einem simplen Beispiel:
- Marko sucht einen Heizungsbauer in Basel und sucht „Heizungsbau Basel“.
- Die oberen 3 Anzeigen tauchen auf und wirken alle sehr treffend.
Marko klickt auf alle 3 und Folgendes passiert:
- Anzeige A leitet auf eine sehr unordentliche Startseite von Firma Schmitdler
- Anzeige B leitet auf eine Landingpage mit Headline „Heizungsbau Maas aus Basel“
- Anzeige C leitet auf eine Sprungmarke mit Text zum Thema Heizen und Planen
Markos‘ Reaktionen sind nachvollziehbar:
- Er springt von Anzeige A sofort zurück (negativ).
- Anzeige C war auch nicht brauchbar (negativ).
- Nur Anzeige B war ein Treffer, der das Versprochene aus dem Anzeigenkontext auch eingehalten hat (positiv).
Google erkennt, dass Marko nur mit B zufrieden war. Egal, wie die Budgets verteilt sind, Anzeige B wird künftig bevorzugt. A und C müssen sich mit weniger zufriedengeben.
Wie Websiteinhalte deine Ads beeinflussen können
Google und Co. lesen deine Website regelmässig aus, damit du im Index und in den Suchergebnissen erscheinen kannst. Dasselbe Prinzip passiert auch im Zuge deiner Anzeigen.
Statt Googlebot kommt eben GoogleAdsBot zu dir. Der Grund ist eine Abfrage, ob das, was du da als Werbung anbietest, faktisch auch mit dem Ziel (deiner URL) hinter der Anzeige zusammenhängt.
Angenommen, du bist Schlüsseldienst, bewirbst aber Elektroarbeiten, dann merkt Google schnell, dass hier was nicht stimmt, und blockiert deine Anzeigen. Deine Inhalte müssen also mit den Keywords, auf die du bietest, und dem Thema zusammenhängen.
SEO spielt dabei „logischerweise“ eine Schlüsselrolle, da beide Bereiche gemeinsam agieren.
Wie Wettbewerber deine Ads beeinflussen können
Wettbewerber machen die Klickpreise teurer. Je nachdem, was diese bereit sind zu zahlen, lässt sich ein Ads-Anbieter das natürlich nicht entgehen, die Preise etwas anzuziehen.
Wenn die Konkurrenz präsentabler und vor dir positioniert ist, dann wird ein Mix aus Budget, guter Website und zielgerichteter Strategie dahinterstecken.
- Das höchste Gebot auf einen Suchbegriff übersteigt beispielsweise deines bei weitem.
- Es wurden extra für die Ads spezialisierte Seiten aufgebaut, die genau treffen.
- Der Mix aus Sichtbarkeit, Suchanzeigen und gezieltem Tracking greift.
Kontern kannst du das dann nur, indem auch du deine Massnahmen überdenkst und aktiv handelst.
Das ganze Thema Google- und Bing-Ads ist noch deutlich grösser, würde aber diesen Rahmen sprengen.
Für kostenfreie Erstberatung, weisst du ja, was zu tun ist.
Lohnen sich Google Ads noch mit der ganzen KI-Websuche?
Google hat auf der I/O 2026 einiges offenbart und gleich vorweg: Ja, es wird noch mehr KI geben, SEO wird noch schwerer und ja, auch Google-Ads werden immer stärker an die AI-Tools gekoppelt.
Deine Bedenken sind mehr als gerechtfertigt und die AI-Overviews haben bereits sehr viele Ads von Kunden zerschossen. Glücklicherweise haben wir diese bereits wiederhergestellt und ich erkläre dir, worauf es in der KI-Zeit jetzt ankommt.
So nutzt die KI zu deinem Vorteil für Online-Ads.
Es geht jetzt nicht um das in Google Ads integrierte AI-Studio oder Microsofts Copilot für Bing. Es geht um die Feinheiten, die sehr viele nicht beachten und darum immer weniger Kunden bekommen und nur noch Geld verbrennen.
Die Informationen in den Klapptexten geben dir viele Details, hier kommt nur der Schnellgang:
- Kontrolliere deine Keywords, denn die generischen Begriffe bringen keine Kunden.
- Arbeite mit PMAX, DemandGen und sei offen für etwas Grafikdesign.
- Achte auf die Bewertungskriterien Relevanz, Usernutzen und Qualität.
Beherzige diese 3 und deine Ads laufen auch in den AI-Overviews, in denen sich Google keine Fehltritte erlauben darf.
Verändere die Keywords
Die Keywords sind die Schlüsselbegriffe, auf die in Ads geboten wird. Vor dem Umschwung in KI wurden auch generischere Suchbegriffe wie „Tür aufbrechen“, „Elektrik machen“ oder „Massage“ beworben.
Mit den KI-Übersichten ist das nicht mehr zielführend. Begriffe dieser Art werden von den Zusammenfassungen direkt beantwortet und sind auch im SEO kein Element mehr für die Kundenakquise.
Wenn du aus deinem Geld was rausholen willst, setze auf klare Absichten:
- Nutze die Stadt, den Standort, „in der Nähe“ und „beste“ in Verbindung mit deinem Angebot.
- Nutze Begriffe mit Kaufabsicht, Terminabsicht oder Vergleichen, um nah am Abschluss zu bleiben.
- Setze die Keywordoptionen richtig, damit du genau da bist, wo du sein willst, und nicht nur anteilig ausgespielt wirst.
kontrolliere dann auch, ob Bilder in der Kampagne, Texte und Titel der Anzeige sowie die Sitelinks richtig sind und zum Thema passen.
Nutze die KI, PMAX und Demand Gen
Google bietet mittlerweile echt gute Tools direkt in Google Ads Kleine Videos, Bewegbilder, Grafiken und sogar Texte kannst du nun sehr einfach und schnell erstellen, inkl. Markenvorgaben.
Wenn die Ergebnisse einen gewissen Standard haben, nutze sie. Meine Kunden haben bisher fast nur positive Ergebnisse damit erzielt.
Setze auch mal auf einen Versuch mit der PMAX, die alles von Suche bis G-Mail abdeckt. Die PMAX-Kampagnen sind sehr umfassend, teils mit KI gesteuert, aber bei gutem Setup sehr profitabel.
DemandGen deckt das Localpack, das mit der Kartenansicht in Lokalen suchen ab. Zudem bist du auf Drittwebsites von Publishern mit Bannerwerbung vertreten, in kostenlosen E-Mailprogrammen und auf YouTube sowie in Google News.
Meine persönliche Empfehlung: Lass da bitte jemanden mit Ahnung ran. Diese Art der Kampagnen ist auch technisch vom Setup her nicht ohne.
Arbeite an der Websit,e um den KI-Modus zu dominieren
Google setzt alles daran, den KI-Modus weiter in den Fokus zu rücken. Microsoft macht mit Copilot das Gleiche in Bing. Damit die Menschen den KI-Modus annehmen, muss Qualität her – und zwar noch mehr als in den Suchergebnissen.
Hier greift AIO (Answer Engine Optimization) oder einfach KI-Optimierung:
- Sorge dafür, dass die Seiten, die du bewirbst, sehr umfangreich und vielseitig sind.
- Setze auf FAQs, Videos, Bilder, Tabellen und nenne bestenfalls Preise.
- Zeige Vertrauen mit Kundenbewertungen und Referenzen.
- Mach die Kontaktanfrage direkt auf der Seite per Formular o. Ä. möglich.
- Als i-Tüpfelchen setzt du jemanden an, 2 Stunden technisches SEO zu machen.
Wenn du das beherzigst, hast du abgesehen von Onlineshopping (die sind gerade gepusht ohne Ende) gute Chancen.
Die KI-Kiste ist kein negativer Aspekt. Nie zuvor konntest du potenzielle Kunden so individuell ansprechen, ohne dich zu bemühen. Die KI hat Nutzerprofile, kennt den Standort und schlägt dich automatisch vor – sofern deine Seite gut ist.
Nutze deine Ads strategisch und zielführend, statt breit gestreut, und dann sehe ich eine rosige Zukunft für deinen Umsatz.
Abschluss: Wann machst du Ads, wann machst du SEO?
SEO und Google Ads sind keine Wunderwaffen. Ads brauchen eine gute Website und eine gute Website kann noch mehr rausholen, wenn diese durch Ads unterstützt wird.
Der Königsweg ist beides. Trotzdem ist mir klar, dass Geld, Zeit und Alltagsgeschäft nicht immer beides zulassen, manchmal auch keins von beiden.
Für die etwas einfachere Entscheidung bekommst du hier nochmal eine Entscheidungshilfe.
Key Takeaways
Zusammenfassend lässt sich sagen:
- Ads sind wie Sichtbarkeit mieten und SEO ist wie Sichtbarkeit besitzen.
- Eine schlechte Website verliert egal wie immer Geld und eine gute Website gewinnt mit beidem deutlich mehr.
- Die ideale Kombination ergibt sich aus einem Investment in deine Website und zielführender Onlinewerbung als Ergänzung.
- Sei nicht verschlossen gegenüber neuen Kampagnenarten und gestehe dir ein, wenn deine Website eine Überarbeitung braucht.
Als Dienstleister, egal welcher Branche, tust du gut daran, deine Ads und deine Website fachmännisch bearbeiten zu lassen. Danach kannst du eine ganze Weile davon zehren und Gewinne einheimsen.