SEO für Dienstleister erklärt
Seit Mitte 2025 kannst du sagen: Suchmaschinenoptimierung ist nicht mehr das, was sie mal war. KI-Übersichten, strengere Regeln und nach ie vor ein undurchsichtiges Netz an Kriterien. Ich mache dir heute einfach verständlich, wie du trotzdem gutes SEO machst.
Key Facts zu diesem Artikel
Kurz-Zusammenfassung
Suchmaschinen arbeiten vereinfacht gesagt nach einem Regelwerk. Erfülle diese Voraussetzungen und deine Website bekommt die Sichtbarkeit, die sie braucht, damit Kunden dich besuchen und du so Geld verdienen kannst. Entscheidend sind klar ausgerichtete Inhalte, ansprechendes Design, eine angenehme Usability (also wie gut eine Website bedient werden kann) und ob du mehr bietest als deine Konkurrenz.
Der entscheidendste Faktor liegt allerdings im Kunden (Websitebesucher) selbst: Wie glücklich sind die mit deiner Seite und welche Signale senden sie an die Suchmaschine zurück.
Was Du hier lernst
- Warum SEO immer noch SEO ist
- Wie Google und Co. funktionieren
- Die wichtigsten SEO-Faktoren
- Warum ausgerechnet du nicht sichtbar bist
- Exkurs KI und das SEO von morgen
- Ein kleiner Leitfaden für schnelle SEO-Erfolge
Wann ist das für dich relevant?
- Du bist Dienstleister im B2B oder B2C-Bereich.
- Du hast eine Website, aber keine Ahnung von SEO.
- Dummes Agenturgelaber hängt dir zum Hals raus.
Was ist SEO überhaupt?
Die Kernidee ist simpel: SEO bedeutet, du hilfst einer Suchmaschine wie Google dabei, deine Website richtig zu verstehen.
Stelle dir deine Website wie eine Art Prospekt vor, der so verständlich wie möglich erklären soll:
- was du machst
- für wen du das machst
- warum du das machst
- und was du besser machst als andere
Suchmaschinen, der Name sagt es schon, helfen deinen Kunden dabei, etwas zu suchen und dann auch gleich das Richtige zu finden.
A, B und C – zu welchem Doktor ich wohl geh?
Die Wahl für unseren fiktiven Marting würde sehr wahrscheinlich auf Website C fallen.
Der Grund dafür liegt im Umfang und dem Aufbau der Seite C:
- Blogartikel und Unterseiten werden evtl. schon in der KI-Übersicht ein erster Kontaktpunkt.
- Im weiteren Verlauf sorgen „Basel“ und die Leistungsseite „Handgelenk“ für sehr präzise Treffer.
- Auf der Seite findet Martin nicht nur alles Wichtige, sondern auch viel Vertrauensarbeit.
- Der Weg ans Ziel (einen Termin bekommen) wird durch Sektionen und Buttons geebnet.
Seite B hätte evtl. noch punkten können, Seite A wäre wahrscheinlich nicht mal in Martins Suchergebnissen erschienen.
Warum Blogartikel und Unterseiten?
Ich gestehe offen: Ich bin absolut kein Freund von Blogartikeln. Auch diesen Beitrag schreibe ich wirklich nur, weil ich weiss, dass Menschen wie du hierherfinden werden.
Gut gemacht erfüllen diese Beiträge jedoch einen wichtigen Effekt:
- Sie bauen Vertrauen und Fachwissen gegenüber Suchmaschinen auf
- Sehr tiefgehende Inhalte und eigene Daten und Zahlen landen auch in KI-Ergebnissen
- Zudem könnten Sie Menschen wie dich überzeugen, mit dem Unternehmen zu arbeiten
Unterseiten dagegen sind ein regelrechtes Must-have!
- Sie treffen eine exakte Suchabsicht – Beispiel: Sportverletzung x Handgelenk x Basel
- Damit bieten sie Suchmaschinen einen idealen Vorschlag für den User im Netz
- Der Mensch wiederum findet etwas, das ohne Ablenkung genau sein Thema betrifft
Für dich ist Expertise zeigen quasi der schnellste Hebel auf Kundenkontakt, Unterseiten ziehen den Fisch dann an Land und eine gute Strategie sorgt am Ende für eine Anfrage oder einen Kauf.
Vertrauensarbeit durch Referenzen und Beweise
Wie zeigst du deinen Kunden, dass du ein guter Dienstleister bist? Du zeigst natürlich Referenzen, die deine Arbeit und deinen Service hervorheben.
Du zeigst deine Auszeichnungen, deinen Meisterbrief oder ein sehr gelungenes Projekt.
Zahlen (und meine Erfahrungen) belegen, wie effektiv das ist:
- Jüngeren Kunden sind Rezensionen extrem wichtig, selbst Ältere setzen darauf.1
- Sogar negative Bewertungen verbessern am Ende die Abschlussrate
- Badges wie das Top-100, TrustPilot oder auch Stiftung Warentest steigern Vertrauen.2
In Medizin- oder Wirtschaftsthemen ist Vertrauen enorm wichtig. Für Handwerker und Dienstleister wie Studios oder Berater sind Kundenstimmen das A und O.
Beides, echte Nachweise als auch Kundenstimmen, wirkt auf den Erfolg einer Website in Suchmaschinen wie Google.
Der CTA, Sektionen und Buttons
In allen Lehrbüchern findest du Inhalte über den allmächtigen CTA (Call to Action), also die Handlungsaufforderung. Das SB7-Schema von StoryBrand erklärt es passend:
Geben Sie Ihrem Helden eine Klare Handlungsaufforderung. Sagen Sie Ihm was er jetzt tun soll, beispielsweise „Jetzt anrufen„, „Beraten lassen“ oder „zum Bestpreis bestellen„!
Ein klassisches Vorgehen wäre eine farblich abgetrennte Sektion mit einer hervorgehobenen Schrift und einem klaren, auffälligen Button mit einem Ziel – beispielsweise dem Kontaktformular –, das dein Kunde nutzen soll.
Wir fassen den Kern von SEO nochmal zusammen:
Mit SEO willst du:
- potenzielle Kunden ab der Feststellung eines Problems ansprechen
- auf der Reise zur Lösung alle relevanten Inhalte bereitstellen
- korrekte und über alle Onlinemedien kohärente Aussagen treffen
- und so zum Ende hin eine Anfrage durch den Kunden auf deiner Website erzeugen
Dafür nutzt du Bilder, Texte, Videos, Designelemente und weitere brauchbare Technik auf deiner Website.
Wie „Google“ funktioniert und wie Suchmaschinen deine Website verstehen
Hast du dich je gefragt, wie es sein kann, dass die Suchanfrage „Bäcker“ dir die Karte mit Bäckereien in deiner Nähe aufruft und mir den Beruf erklärt? Oder warum mal du und mal dein Konkurrent für „Renovieren Basel“ ganz oben steht?
Bevor du dich an die Verbesserung deiner Seite machst oder jemanden wie uns beauftragst, solltest du erst noch verstehen, wie das Ganze abläuft.
Aber keine Sorge. Dich erwartet jetzt kein 20-Minuten-Monolog darüber, wie irgendein SEO-Mensch meint, dass eine Suchmaschine mit 100.000.000.000 Parametern funktioniert.
Die einfache Erklärung in 3 Schritten
1) Verstehen: Google liest den HTML-Quellcode deiner Seite aus, um Texte, Bilder, Videos sowie Verlinkungen inhaltlich zu verstehen.
2) Verarbeiten: Sind die Daten lesbar, verarbeitet Google sie über komplexe Prozesse wie „Semantische Suchabfrage“ und matcht deine Inhalte mit passenden Schlüsselwörtern.
3) Ausspielen und Bewerten: Bei relevanten Suchanfragen wird deine Seite angezeigt. Klicken User drauf, springen aber direkt unzufrieden wieder ab, merkt sich das System das und straft dein Ranking ab.
Die Klapptexte gehen für alles etwas ins Detail:
Wie Google deine Website findet
Suchmaschinen haben sogenannte Crawler. Kleine digitale Roboter, die sich durch deine Seite wühlen und die Inhalte verstehen und einem oder mehreren Themen zuordnen.
Technisch ist das etwas komplexer. Für dich reicht es erstmal zu wissen, dass das, was auf deiner Seite steht, ähnlich verstanden wird wie von einem Menschen.
Wenn eine Seite neu, immer aktualisiert oder oft geändert wird, steigt die sogenannte Crawlrate. Der Googlebot kommt also oft vorbei und schaut, was es Neues bei dir gibt.
Das, was am Ende erkannt und verstanden wird, landet im Suchindex der Suchmaschine.
Der Suchindex einer Suchmaschine
Der Index ist sehr wichtig für dich, denn nur wer da drin ist, wird überhaupt von Kunden ausgespielt. Google beispielsweise hat geschätzt über eine Billion3 Seiten indexiert und aktualisiert diesen Index täglich.
Der Index ist wie eine weltweite Bibliothek, in der das Wissen der digitalen Welt gesammelt und abgerufen werden kann.
Wenn du Kundenmaurer in Zürich bist, willst du in diesem Index sein und als Kundenmaurer – Zürich – Privatkunden kategorisiert sein.
Dabei hat die Suchmaschine aber einen Ruf zu verlieren, denn Kunden wollen das bestmögliche Ergebnis.
Wie SEO hilft, dass Google dich versteht
Versetze dich in folgendes Szenario: Du bekommst ein Buch und sollst einem Freund später erklären, in welcher Reihenfolge die Themen im Buch vorkommen und worum es geht.
- Du musst das Buch einem Genre zuteilen,
- dann die Kapitel in Unterthemen kategorisieren
- und jedem Kapitel und jeder Kategorie eine Leserabsicht zuordnen
Das alles ist nicht einfach, vor allem nicht, wenn du weder Buch noch Thema kennst. Und hier kommt SEO ins Spiel:
- SEO erklärt dir, worum es geht, und führt dich Schritt für Schritt durch
- Wenn du was nicht zuordnen kannst, helfen wir dir mit Verweisen
- Durch klare Links, Unterseiten und Keywordcheck ordnen wir die Absichten zu
Am Ende verstehst du ganz klar, worum es geht, kannst deinem Freund alles erklären und der ist mehr als zufrieden.
Jetzt wird aus dir einfach nur eine Suchmaschine und aus deinem Freund ein x-beliebiger Nutzer – voilà, so hilft SEO Google dabei, deine Seite und dich sauber zu interpretieren.
Bewertungskriterien für dich und deine Website
Eine Suchmaschine wie Google hat Millionen von Parametern, die in die Bewertung und damit in das finale Ranking einfliessen. Wenn Agenturen dir Platz 1 versprechen, dann ist das eine durch Kleingedrucktes geschützte Falschaussage, denn wenn du heute Platz 1 bist, sieht das morgen wieder anders aus.
Ein paar Einflussfaktoren habe ich dir mal aufgelistet:
- Inhaltliche Tiefe, Expertenwissen und Vertrauenssignale
- Quellenangaben, eigene Daten und einzigartige Zahlen und Statistiken
- Inhalte, die nicht du, sondern echte Kunden für dich erstellt haben (UGC)
- Userverhalten wie direktes Zurückklicken, nachdem deine Seite aufpoppt (Bouncerate)
- Verweildauer deiner Websitebesucher auf deiner Seite oder Einzelseiten
Dann gibt es noch Sachen, die du nur bedingt beeinflussen kannst und die mit KI-Suche (GEO) immer wichtiger werden:
- Foreneinträge wie Yelp, TrustPilot-Bewertungen, Branchenregister
- Social-Media-Kanäle und was dort von dir oder über dich publiziert wird
- Externe Websites, die beispielsweise dein Produkt mit anderen vergleichen
Das ist sogenanntes Off-Page-SEO und hier erstmal zweitrangig.
Das ganze technische SEO lassen wir in diesem Beitrag unbeachtet. Wichtig ist für dich am Ende nur: Google mag keine Websites, die nur für Suchmaschinen geschrieben wurden.
Als KI-Experte sehe ich das auch immer öfter, wie beliebige Sachen aus einem GPT ins Netz gefeuert werden, kurz Ergebnisse bringen und dann abgestraft aus dem Index fliegen.
Darum setzen wir bei S&F auch darauf, dass echte Menschen mit Expertise in deinem Feld an Inhalten für deine Seite arbeiten.
Warum ausgerechnet du nicht sichtbar bist
Vom Schlosser in Winterthur über das inhabergeführte Fitnessstudio in Bern bis zum Antiquitätenladen in der Altstadt von Basel. Wunderbare Geschäftsmodelle, einwandfreier Service und gute Preise, aber trotzdem wenig Neukunden über das Web.
Was alle unter anderem mit dir gemeinsam haben:
- Die Website ist optisch und inhaltlich gar nicht mal sooooo schlecht.
- Es gibt ein paar Social-Media-Beiträge auf diversen Plattformen.
- Alle haben damals eine kleine Agentur beauftragt oder sich selbst dran gesetzt.
Warum reicht das also nicht? Ist Google einfach unfair oder sind höhere Mächte mit grosszügigem Geldbeutel im Spiel?
Nein, aber seit meiner Anfangszeit als SEO und besonders seit dem Schwerpunkt KI und AgenticWeb merke ich, dass sich die Websuche drastisch verändert hat. Allerdings bemerke ich auch, wie Unternehmen diesen Wandel oft einfach bewusst verdrängen.
Die Wahrheit ist meistens viel einfacher, als du denkst:
Viele Dienstleister-Websites wurden gebaut, damit man „online ist“, und nicht, damit man Menschen begeistert und einen Mehrwert liefert.
Das merken deine Kunden, das merken Suchmaschinen und das merke ich seit Jahren in der Kundenbetreuung im SEO. SEO für kleine Websites ist nicht schwer.
Die meisten Unternehmer schauen sich ihre Website nur einfach nie aus der Kundenperspektive an.
In den Klappentexten kannst du dir wieder Details ansehen.
Was sind generelle Probleme, die wir sehen?
Wie du bereits gelernt hast, gibt es immer wieder klassische Probleme, die das Internet erbarmungslos bestraft:
- keine klaren Leistungsseiten
- keine lokalen Suchbegriffe
- schlechte Struktur und langsame Technik
- keine Positionierung und damit auch keine Persönlichkeit
- komplett generische Inhalte und Stockbilder
Wenn ich einen Elektriker für mein Busch & Jäger Smart-Home will, dann darf mein Suchergebnis nach dem Klick nicht „Elektrofirma für alle Elektroinstallationen“ sein.
Was ich brauche, ist eine Seite, die wie folgt aussieht:
- Headline: „Elektro-Sickert: Ihr Partner fürs Smart-Home“
- Darunter ein Text: „Smart-Home-Spezialist für alle renommierten Marken“
- Logos in der ersten Sektion: „Wir verbauen“ und dann Logos von ABB, Busch & Jäger, Gira und KNX.
Damit sind Kunden bedient und Google weiss genau: Du bist die Adresse für diese Anfrage.
Was sind typische technische Probleme?
Ich will niemanden vor den Karren fahren, aber es gibt leider unsagbar viele Bullshitagenturen und Freiberufler, die deine Unwissenheit schamlos ausnutzen und dir Geld aus der Tasche ziehen.
Bist du ein guter Unternehmer, eine klasse Copywriterin oder hast Ahnung von Design, kann man dir inhaltlich wenig, aber technisch sieht das alles wieder anders aus!
Crawltiefe, interne Verlinkung, Chunking, strukturierte Daten und Metadaten klingen für dich wie Chinesisch für mich – nicht sehr verständlich.
SEO braucht Zeit, ja, aber es kann auch sehr schnell Erfolge hageln, wenn man seine Sache einfach gut macht. Technische Faktoren sind heute ein grosser Teil vom SEO-Kuchen und KI hat das alles verstärkt, aber auch vereinfacht (dazu gleich mehr).
Warum scheiterst du selbst mit „guten“ Agenturen?
In einer Agentur funktioniert das Geschäftsmodell in etwa wie folgt:
- Seniorlevel haben ein Auge auf die deutlich günstigeren Junior-SEOs, die lernen.
- Deine Betreuung hat ein monatliches Kontingent an x Stunden, die für dein SEO sind.
- Juniors lernen dein Thema kennen, checken Keywords und arbeiten nach Lehrbuch.
- Seniors schauen drauf, prüfen auf gängige Regeln und du überfliegst den Inhalt.
Das funktioniert heute nicht mehr und ist der Grund, dass es das Schoch & Friends-Konzept gibt.
- Wir haben Partner, die in deiner Branche aktiv waren und diese kennen.
- Design und Inhalte werden individualisiert, sodass deine Kunden abgeholt werden.
- Unternehmertum ist unsere DNA, wir brauchen deinen Erfolg für unser Dopamin.
Dabei beachten wir mit AIO-Experten (wie mir) deinen kompletten digitalen Kosmos und Friends mit Expertise aus genau deiner Dienstleistung erstellen Inhalte für genau deine Kunden, ohne an fachlicher Expertise zu scheitern.
Reguläre Agenturen und Freelancer gehen ins Web, lesen dein Briefing und „lernen“, was das Internet schon kennt.
Deine persönliche, tiefgehende Expertise erreicht dabei nie das Licht der Welt und bleibt in deiner Firma verborgen.
Was du heute anders machen musst:
Google beantwortet immer mehr Fragen direkt selbst. AI-Overviews (diese KI-Übersichten bei einfachen Suchanfragen) nehmen vielen Websites bereits die Klicks weg.4
Und ehrlich gesagt: Das ist für viele schlechte Websites ein Problem.
ChatGPT, Perplexity und Co. werden zudem immer öfter von deinen Kunden gebeten, ihnen für XY die beste Firma zu empfehlen, und tauchst du da nicht auf, geht dir am Schweizer Markt sehr viel Nachfrage verloren.5
Was damals noch nett war zu haben, ist heute ein klares To-do:
- Brancheneinträge müssen klar und einheitlich sein
- Kundenbewertungen zahlen mehr denn je in KI-Suchen ein
- Eigene Daten, Statistiken und Erfahrungen sind ein Must-have
- Meisterbriefe, Anerkennungen und Zertifikationen müssen sichtbar sein
- Social Media und YouTube sind ein fester Bestandteil deiner Sichtbarkeit
Wenn diese Sachen damals bei Zeiten und Budget mal gemacht wurden, fordert modernes SEO dies nun bedingungslos ein.
Auch wenn es unfair ist (und das ist es angesichts der Lücken in Sachen Budget), hast du keine Wahl mehr, als dich hier zu bemühen.
Nicht alles ist dein Versäumnis. Deine Agentur oder dein Freelancer können schlechte Arbeit geleistet haben, du kannst und sollst skeptisch sein, aber du musst jetzt handeln.
So viel zu den Ursachen, woran es wirklich scheitert. Wir machen jetzt mit dem Thema KI im SEO weiter und dann gibt es deinen kleinen Leitfaden.
SEO wird GEO, bleibt aber einfach nur SEO
Bis jetzt ist klar, was SEO ist und was für Hindernisse es gibt. Auch ist dir klarer, wie eine Suchmaschine dich findet und bewertet und woran die meisten Websites scheitern.
Jetzt geht es noch um das Thema KI und SEO in der modernen Websuche.
- Warum das ein Thema ist
- Warum es heisser gekocht als gegessen wird
- Was für dich entscheidend ist
In deiner Handlungsempfehlung am Ende sind die KI-Sachen mit enthalten. Also dann, legen wir los.
Warum der KI-Hype im SEO ein Thema für dich ist
Seitdem Google und andere Suchmaschinen ihre KI-Übersichten auch in der EU ausgerollt haben, leidet die Zahl der Websitebesucher.6 Und anders als viele berichten nimmt in der Schweiz das Vertrauen in die Ergebnisse sogar zu7, also wird die „Kontrolle“ der Inhalte auf deiner Seite nochmal weniger notwendig.
Das bedeutet:
- selbst wenn etwas Unpassendes über deine Dienstleistung auftaucht,
- deine Marke falsch dargestellt wird
- oder gar ein Vergleich sehr negativ für dich ausfällt
- glaubt das der potenzielle Kunde und geht wahrscheinlich woanders hin
Warum das auch einen Dienstleister mit lokalem Bezug trifft und was du tun kannst, erfährst du wieder in den Klapptexten.
Warum das regionale Dienstleister wie dich interessiert:
Öffne einfach mal ChatGPT, Gemini oder deinen Microsoft-Copilot. Kopiere dann diesen Prompt in die Texteingabe:
Ich brauche einen {hier deine Leistung eintragen} in der Nähe von {deine Stadt}. Zeige mir 3 Anbieter, sortiert danach, was für mich am besten geeignet ist.
Dich interessiert nun:
- Kommst du darin vor?
- Wenn ja, wie wirst du beschrieben?
- Wenn nein, wer von deiner Konkurrenz wird genannt und warum?
Du kannst bei einem Negativergebnis auch ganz dreist fragen, warum diese Firmen genannt werden oder auch, warum ausgerechnet DU nicht genannt wirst.
Dein Interesse liegt selbstredend darin, bei einer solchen Suchanfrage eines Kunden, die auch immer typischer wird, aufzutauchen und das möglichst präzise, korrekt und einladend.
Was du tun kannst, damit du in KI auftauchst:
Ich habe das schon erwähnt und wenn du aufmerksam gelesen hast, weisst du schon mehr als die meisten Agenturen.
Dein Augenmerk liegt vor allem auf den Faktoren, die du aktiv beeinflussen kannst:
- Sorge für ausreichend Inhalt auf deiner Seite, der einen Mehrwert bietet.
- Nutze, sofern du hast, echte Kundenreferenzen und eigene Bilder und Grafiken.
- Achte auf kurze Absätze, klare Aussagen und direkte Kundenansprache.
- Beweise deine Kompetenz, verlinke Social-Media-Profile wie LinkedIn oder Facebook.
Daneben hast du auch Einfluss auf Sachen, die nicht von deiner Website kommen:
- Kontrolliere im Internet, was in Branchenverzeichnissen über dich steht.
- Aktualisiere Beschreibungen, Kontaktdaten und Öffnungszeiten.
- Prüfe die Beschreibung in deinem Google-Unternehmensprofil inkl. der Leistungen.
- Kontrolliere die Social-Media-Profile, die du verlinkst, auf richtige Informationen.
Wenn du hier einigermassen gut gestellt bist, hast du auch schnell in KI eine bessere Ausgangslage, weil viele diesen Einsatz gar nicht erst investieren.
Woher weisst du, dass sich dein KI-Einsatz lohnt?
Bisher war es so, dass die KI-Performance nicht wirklich messbar war. Es gab komplizierte technische Workarounds, aber im Kern warst du auf das Wort deiner Agentur angewiesen.
Seit Mitte Mai 2026 lohnt sich allerdings das Google-Analytics-4-Tracking wieder. Zumindest in Bezug auf Google haben die angekündigt, KI-Referenzen nun überwachen zu können.
So stellen wir beispielsweise fest, wie viele KI-Referenzen die Zielgruppen zu unseren Kunden bringen.
Ansonsten kannst du noch Folgendes tun, was weniger technisch, aber genauso gut funktioniert:
- Frage im Kontaktformular nach, worüber man auf dich aufmerksam wurde.
- Kontrolle jeden Monat in einem neuen Chat, was Modelle über dich wissen.
- Hole dir ein Tool wie SERankings, Sistrix oder Authoritas – Achtung, die sind teuer!
Alternativ kannst du dir eine Agentur wie uns auch schon für kleines Geld zulegen und wir kümmern uns darum, dass du auf jedem Kanal anständig gefunden wirst.
Das Thema GEO (Generative Engine Optimization), also das für KI-Ergebnisse Optimieren, ist ein sehr umfangreiches Feld, mit dem du dich befassen kannst, aber nicht zwingend musst.
Agentic-AI ist nochmal mehr und sprengt diesen Rahmen komplett. Gerne stehen wir dir aber bei dem Thema mit Expertise zur Verfügung.
SEO und GEO nochmal zusammengefasst
Besteht deine Website nur aus:
- austauschbaren SEO-Texten besteht
- ChatGPT-Einheitsbrei benutzt
- leere Marketingfloskeln statt Kundenbezug verwendet
Dann wirst du langfristig verlieren.
Was gewinnt stattdessen?
- echte Expertise und klare Positionierung
- Vertrauen, Persönlichkeit und praktische Erfahrung
- Inhalte mit Substanz und Mehrwert
SEO tut genau das und Suchmaschinen inklusive KI-Systemen suchen genau das.
Durchschnittliche Seiten werden einfach weiter aussortiert und alle, die die Extrameile bereit sind zu gehen, werden in Zukunft weiter ein Geschäft haben, das Umsatz macht und läuft.
Dienstleister-SEO: ein kleiner Leitfaden für SEO und GEO
Wie bereits im Beitrag für SEO für kleine Websites enthalten, bekommst du auch für den Mix SEO und GEO einen kleinen Leitfaden, der dir schnell erste Ergebnisse bringt.
1) Kontrolliere die Inhalte deiner Seite:
Die meisten Websites scheitern nicht daran, dass „SEO fehlt“. Sie scheitern daran, dass absolut niemand versteht, warum man ausgerechnet dich buchen sollte.
Achte deshalb auf folgende Dinge:
- Hat jede Leistung, die ausreichend gross ist, eine eigene Unterseite?
- Versteht man innerhalb von 5 Sekunden, was du anbietest?
- Werden konkrete Probleme deiner Kunden angesprochen?
- Sind deine Texte spezifisch oder generischer KMU-Einheitsbrei?
- Kommen regionale Begriffe und Orte sinnvoll vor?
- Zeigst du echte Expertise statt Marketingfloskeln?
- Gibt es echte Bilder statt offensichtlicher Stockfotos?
- Klingt deine Website nach dir oder nach ChatGPT ohne Kontrolle?
- Werden Zertifikate, Marken oder Spezialisierungen sichtbar erwähnt?
2) Überprüfe, was auf anderen Seiten über dich steht:
Google bewertet nicht nur deine Website. Das Internet baut sich ein Gesamtbild zu deinem Unternehmen auf. Und genau deshalb sind widersprüchliche oder veraltete Informationen ein Problem.
Kontrolliere deshalb:
- Sind Firmenname, Adresse und Telefonnummer überall identisch?
- Existieren alte oder falsche Brancheneinträge?
- Gibt es tote Social-Media-Profile?
- Werden deine Leistungen überall gleich beschrieben?
- Tauchst du auf relevanten Branchenplattformen auf?
- Gibt es schlechte oder unbeantwortete Bewertungen?
- Wird dein Unternehmen mit deiner Spezialisierung verbunden?
- Finden KI-Tools genug Informationen über dich?
- Wirkt dein digitaler Auftritt aktiv oder verlassen?
3) Kümmere dich um Kundenreferenzen:
„Seit 20 Jahren Qualität und Kompetenz“ zählt nicht als Vertrauen. Menschen wollen Beweise sehen, Suchmaschinen auch:.
Deshalb solltest du:
- aktiv Bewertungen einholen
- auf Google-Bewertungen antworten
- echte Kundenprojekte zeigen
- Vorher-Nachher-Beispiele nutzen
- Kundenstimmen sichtbar platzieren
- Bilder echter Arbeiten verwenden
- bekannte Marken oder Lieferanten offen zeigen
- Zertifikate und Auszeichnungen sichtbar machen
- echte Erfahrungen statt leerer Werbesätze zeigen
4) Lass jemanden über die Technik schauen:
Technisches SEO klingt kompliziert, entscheidet heute aber extrem viel. Vor allem KI-Systeme und Suchmaschinen lieben saubere Strukturen.
Lass deshalb diese Sachen unbedingt mal prüfen:
- Wie schnell lädt deine Website?
- Funktioniert alles mobil sauber?
- Gibt es kaputte Seiten oder Fehler?
- Ist die Navigation logisch aufgebaut?
- Werden Seiten intern sinnvoll verlinkt?
- Gibt es strukturierte Daten?
- Sind Titel und Metadaten sauber gepflegt?
- Können Suchmaschinen deine Inhalte richtig crawlen?
- Ist deine Website technisch moderner Standard oder digitaler Altbau?
5) Analysiere die Konkurrenz in KI-Chats:
Das ist eigentlich eine logische Massnahme und dennoch beachten das die wenigsten.
Frag ChatGPT, Gemini oder Perplexity zum Beispiel:
- „Wer sind gute Treuhänder in Zürich?“
- „Welche Schweizer Agenturen für SEO gibt es?“
- „Wer gilt als Experte für Smart-Home-Installationen?“
Dann analysierst du:
- Welche Firmen werden genannt?
- Warum werden sie genannt?
- Welche Inhalte scheinen wichtig?
- Welche Plattformen tauchen immer wieder auf?
- Welche Bewertungen werden erwähnt?
- Welche Spezialisierungen werden verstanden?
- Haben diese Firmen starke Inhalte oder starke Marken?
- Welche Themen decken sie besser ab als du?
- Warum kennt die KI diese Firmen, aber dich nicht?
Damit bist du auf der sicheren Seite und kannst deiner Website ein zweites Leben einhauchen!
Quellen
1) Studie: Relevanz und Wirkung von Online-Rezensionen – SPLENDID RESEARCH. (n.d.). Splendid Research. https://www.splendid-research.com/de/studie/studie-online-rezensionen-wirkung/
2) Rohner, T., Rohrer, K., Kopf, B., & Stöckerl, V. (2026). Digitale Badges als Motivationsinstrument in der beruflichen Weiterbildung. R&E-SOURCE, 13(1), 206–218. https://doi.org/10.53349/re-source.2026.i1.a1512
3) Prohaska, S. (2022, September 24). Index. Ithelps Digital. https://www.ithelps-digital.com/de/lexikon/index
4) deutschlandfunkkultur.de. (2026, February 3). Deutsche Websites verlieren Millionen Klicks durch Google-KI-Zusammenfassungen. Deutschlandfunk Kultur. https://www.deutschlandfunkkultur.de/deutsche-websites-verlieren-millionen-klicks-durch-google-ki-zusammenfassungen-100.html
5) Panjas, A. (2025, December 15). Schweiz: KI-Assistenten werden zur KMU-Suchmaschine. IT-BUSINESS. https://www.it-business.de/schweiz-ki-assistenten-werden-zur-kmu-suchmaschine-a-aac4f01b0404b892996aea2c1f76ec6a/
6) Chapekis, A., & Lieb, A. (2025, July 22). Do people click on links in Google AI summaries? Pew Research Center. https://www.pewresearch.org/short-reads/2025/07/22/google-users-are-less-likely-to-click-on-links-when-an-ai-summary-appears-in-the-results/
7) Schweizer Bevölkerung vertraut KI etwas mehr und dem Datenschutz etwas weniger. (2025, October 30). SwissCybersecurity.net. https://www.swisscybersecurity.net/news/2025-10-30/schweizer-bevoelkerung-vertraut-ki-etwas-mehr-und-dem-datenschutz-etwas-weniger